STELLA19-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum verliehen

Am Abend des Samstag, 30. November 2019 wurde der STELLA19-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum für herausragende Leistungen im Bereich des Theaters für junges Publikum, im klagenfurter ensemble / theaterHALLE 11 verliehen. Nominiert waren Theater, Gruppen, Festivals und Einzelpersonen aus Niederösterreich, Oberösterreich, der Steiermark, Vorarlberg und Wien (davon zwei Koproduktionen mit Theatergruppen aus Belgien). In den der Preisverleihung vorausgehenden Festivaltagen waren 10 Produktionen für junges Publikum an vier verschiedenen Orten in Kärnten zu Gast: in Klagenfurt, Villach, Bleiburg und St. Jakob im Rosental.

Die Preisverleihung, moderiert von Sarah Welte (10) als Vorstandsvorsitzende der ASSITEJ Austria Constance Cauers gemeinsam mit der Jury des STELLA19 (Malte Andritter, Nadja Brachvogel, Marcus Harms, Max Modl) begann mit einer Kurzperformance des TURBOtheater Villach. Fräulein Hona, nominiert in der Kategorie „Herausragende Musik“, führten musikalisch durch den Abend.

Gäste im Rahmen der Preisverleihung waren u.a. Landtagsabgeordnete Ruth Feistritzer in Vertretung des Landeshauptmanns Dr. Peter Kaiser, Stadtrat Mag. Franz Petritz in Vertretung der Bürgermeisterin der Landeshauptstadt Klagenfurt Maria-Luise Mathiaschitz sowie Gemeinderätin Carmen Strauss in Vertretung des Bürgermeisters der Stadt Villach Günther Albel, sowie die Obfrau der IG Theater Tanz Performance der Kärnten Koroška Sabine Kristof-Kranzelbinder.

Der STELLA19-Darstellender.Kunst.Preis für junges Publikum wurde in 5 Kategorien vergeben. Als „Herausragende Produktion für Kinder“ wurde „Fliegen lernen“ von LOTTALEBEN & theater.nuu (Wien) ausgezeichnet, als „Herausragende Produktion für Jugendliche“ das Stück „NoExcuse!“ von Körperverstand. Tanztheater Wien (Wien). Der STELLA19 in der Kategorie „Herausragende Darstellerische“ Leistung ging an Emmy Steiner für ihre darstellerische Leistung in „Fliegen lernen“ von LOTTALEBEN & theater.nuu (Wien) und in „Pip.“ von Dschungel Wien & Emmy Steiner (Wien). In der Kategorie „Herausragende Musik“ wurde Jelena Popržan für die Musik in „Die Sprache des Wassers“ vom Landestheater Niederösterreich (Niederösterreich) ausgezeichnet. Über den STELLA19 in der Kategorie „Herausragende Ausstattung“ dürfen sich Jens Burez und Kenneth Michiels für Bühne und Video in „Homo Deus Frankenstein“ von makemake produktionen & Kopergietery, KGbe & I Solisti in Kooperation mit SCHÄXPIR und dem Klarafestival (Wien/Belgien/Oberösterreich) freuen. Der Sonderpreis des Vorstands der ASSITEJ Austria wurde posthum an den Theatermacher Bernd Mand verliehen.

In einer Gesprächsrunde mit den anwesenden politischen Vertreter_innen unterstrich Sabine Kristof-Kranzelbinder die gute Zusammenarbeit zwischen den Kärntner Künstlerinnen und Künstlern und den Kulturabteilungen. Jedoch wies sie auf die prekären Arbeitsbedingungen der Kärntner Theaterschaffenden hin. Speziell für das Theater für junges Publikum braucht es gemeinsame Lösungsansätze mit der Politik, um Ausgleich für die in diesem Bereich weit geringeren Einnahmen aufgrund der niedrigen Eintrittspreise zu schaffen. Weiters braucht die freie Theaterszene in Kärnten dringend Räume, besonders Proberäume.

Die STELLA-Statue wurde heuer von Klient_innen der Caritas-Werkstatt Florian / devalnica in Globasnitz / Globasnica in Zusammenarbeit mit dem Kärntner Künstler Albert Mesner entworfen und produziert.

Für den STELLA19 hatte die vierköpfige Jury, Malte Andritter, Nadja Brachvogel, Marcus Harms und Max Modl insgesamt 17 Nominierungen in 5 Kategorien ausgesprochen. Insgesamt wurden zwischen September 2018 und Juli 2019 rund 120 Produktionen von der Jury wahrgenommen, besucht und bewertet.

Link:
Assitej Austria – Stella19