
Nein, das einfache Abkupfern eines hippen Sounds, ist nicht wirklich das Ding der drei Tiroler Yves Krismer (Gitarre, Gesang), Benedikt Trenkwalder (Bass) und Jan Haußels (Schlagzeug). Dafür haben sie als Band im Vergleich zu vielen anderen ähnlichen Formaten einfach doch um dieses Etwas mehr auf dem Kasten. Instrumental beschlagen, wissen Mother`s Cake ihre Fähigkeiten auch in wirklich in spannendes, vielschichtiges und vor allem dynamisches Songwriting zu übersetzen. Immer wieder stilistisch die Linie hin zu den (Prog-) Rockentwürfen der späten 60er und frühen 70er Jahre der Marke Jimi Hendrix und Led Zeppelin ziehend, versucht sich das Dreiergespann in seinem Tun, bewusst von den altbekannten und vorhersehbaren Songstrukturen zu lösen. Hier regiert mehr der Wille dahingehend, den Nummern über variantenreiche und psychodelisch angehauchte Instrumentalpassagen den notwendigen Raum zur Entfaltung zu geben, als sich auf irgendwelche Schnellschüsse einzulassen.

Mit „Creation`s Finest“ legen Mother`s Cake ein Album vor, dass aufgrund seiner Qualität auf jeden Fall den Wunsch weckt, von dieser Band auch in Zukunft noch so einiges zu hören bekommen. Ein schlicht starkes Erstlingswerk, das von Mal zu Mal wächst und auch nach mehreren Durchläufen nichts von seinem Reiz verliert. Gelegenheit, den talentierten Dreier in naher Zukunft live zu sehen, gibt es unter anderem am 22. November im Kulturcafe Propolis in Innsbruck. (mt)
Weitere Termine:
24.11. Event Center, Hohenems
28.11. WUK, Wien (Deezer Night)
Foto: Mother’s Cake, 2012