
Ein besonderer Reiz ist allem Klanglichen in irgendeiner Form inne, und das weiß der aus Hamburg stammende und seit fast einer Dekade nun in Wien lebende Pianist, der sich in seiner Musik daran macht, das quasi unvereinbar Erscheinende miteinander zu verweben. Mit Erfolg, wie man auch auf seinem neuen Album „Picnic with [dunkelbunt]“ (Poets Club Records) hören kann. Was der gebürtige Deutsche darbietet ist eine bunte Compilation von Songs, welche von ihm bearbeitet, in einem neuen Gewand erstrahlen. Ulf Lindemann lädt ein, sich mit ihm auf eine Klangreise zu begeben, die vom ersten Moment mit ihrer stilistischen Vielfalt zu begeistern weiß.
Eine Kategorisierung, welcher Natur auch immer, ist bei diesem Album schlichtweg nicht möglich, denn was Ulf Lindemann vom ersten bis zum letzten Songs zelebriert, entzieht sich quasi allen möglichen vereinheitlichenden traditionellen Begrifflichkeiten. Der aus Hamburg stammende Pianist und Elektroniker betätigt sich als Artist, der sich quasi von Geisterhand geleitet durch das halbe Musikuniversum jongliert und auf diesem Wege einen Sound entstehen lässt, der vor allem mit einer immensen musikalischen Vielfalt punktet. Fährt er im Eröffnungsstück „Wonderous Ways“, im Original von der einzigartigen Liedermacherin Lonley Drifter Karen, noch die Schiene des leichtfüßigen Chanson entlang, dreht er in den darauffolgenden Stücken auf sehr elegante Art Richtung Klezmer, Pop, Südstaaten-Country, Bossa Nova, Tango, Funk, Jazz, Balkan, Hip Hop und Swing ab.

Präsentiert wird „Picnic with [dunkelbunt]“ am 22. November im Club Chaya Fuera in Wien. (mt)
Foto [dunkelbunt]: Julia Wesely