Roland Neuwirth (c) Lukas Beck

WIEN IM ROSENSTOLZ

WIEN IM ROSENSTOLZ streut in diesem Jahr (1. – 31. Oktober) Rosen für die vergangene, gegenwärtige und zukünftige Wiener Musik.

„Zeigt sich Wien im Rosenstolz, wächst auch das Neurosen-Holz!” Von Heli Deinboeks „Rosigen Aussichten” als tiefschwarzer Nestroy-Poet, bis zu Jazz-Kontrabass-Genie Georg Breinschmid, der mit dem bekannt skurrilen Kabarettisten Gunkl den musikalischen Irrsinn pflegt. Sämtliche denk- und undenkbaren Facetten der Wiener Musik werden beim Festival Wien im Rosenstolz aufgespielt und vom 1. bis 31. Oktober als erlesener Gemischter Satz aus Stilen und Genres in Tradition und Zukunftsvision gefeiert!

Einzigartig liest sich das Programm, das sich unabhängig von anderen Festivals etabliert und diese Eigenständigkeit immerzu bewahrt hat. Im Wiener Konzert-Café Schmid Hansl – zwischen Klavier und Rosenkavalieren – entstanden, ist die Konzertreihe Wien im Rosenstolz im Theater am Spittelberg längst zum Wegbereiter für die zukünftige Wiener Musik avanciert. Im Zentrum des Festivals steht das Wienerlied – eine musikalische Kunstform, die die Lebenslust besingt, doch zugleich den Weltuntergang beklagt und die Sprache, den Wiener Dialekt, als wichtigste Konstante, stets behält.

Einmalig sind die Wienerlied-Konzerte, die in immerwährender Offenheit den Bogen vom Damals ins Heute bis zum Morgen spannen: Vom Extremschrammler Roland Neuwirth, über Die Strottern & Blech mit Weltmusik aus Wien im Cinemascope-Format, bis zum Gstanzl-Slapstick der Gebrüder. Von Erika Pluhars Lebensbetrachtungen – Wien im Rosenstolz gratuliert der Grande Dame des Chansons zum 80er -, den Strizziliedern von Adi Hirschal & Wolfgang Böck, über den Nino aus Wien im Kult-G’spann mit Ernst Molden, bis zum Kollegium Kalksburg – drei Wienerlied-Kapellmeister, die mit ihren morbiden Sudereien zeigen, wo die Schmählaus rennt.

Wenn bei der neuen Schiene “Spotlight on” Tini Kainrath ihre musikalischen Weggefährten lädt, so potenziert sich dieses unwiederholbare Konzert zu einer Hommage an das Wienerlied. Ganz in Karl Hodinas Tradition werden verschiedene Musikstile und Sprachen ungeniert gemischt: So folgt ein brasilianisches Wienerlied einem Wiener Dudler.

Eröffnet wird Wien im Rosenstolz am 1. Oktober mit Wiener Klassikern der wien.ton.schrammeln, rabenschwarzem Humor der Gebrüder, orientalischen Schrammeltönen des Gurus Šrâmł Kvațet und feinsten Zitherklängen von Kutter & Laister-Ebner.

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