Werner Raditschnig (c) Andreas Schatzl

KLANGRAUM KOLLEGIENKIRCHE – Zeitachsen Organum Nr. 6

Das am 24. Oktober in der Salzburger ARGE Klangraum Kollegienkirche stattfindende sechste Konzert der Serie ZEITACHSEN ORGANUM bringt eine neue Konstellation. Auf Einladung von HANS JOSEF KNAUST wird – ZSIGMOND SZATHMÁRY – ein Doyen der neuen Orgelmusik (120 Uraufführungen) an der Mauracher Orgel ein Solostück, sowie mit WERNER RADITSCHNIG (Klangobjekte & Elektronik) und HANS JOSEF KNAUST (Sampler), eine Konfrontation für 3 Spieler einrichten.

Zsigmond Szathmárywird in der Presse und unter Musikologen als „Magier der Klänge“ bezeichnet. Er gilt als der Doyen der neuen Orgelmusik, kommt er doch auch aus dem Kreis der Kölner und Darmstädter Gruppierungen. Speziell aus der Epoche zwischen 1963 – 1967, bezog er seine künstlerischen und kompositorischen Impulse, eine Zeit die in der Musik die meisten und extremsten Neuerungen und Ideen in Bezug auf musikalische Produktion (Klang, Struktur, Zugang etc.) hervorgebracht hat.

Nimmt man die Orgelstücke der letzten Jahre, so suggeriert sein Umgang mit der Klangmaterie einen stark emotionalen Aspekt, der sich in Titeln wie „Feuertaufe“, „Moving colours“, „Leichte Brise – großer Orkan“ und „Mors et vita“ niederschlägt.

Als Komponist verfolgt Szathmáry einen undogmatischen Pluralismus in der Anwendung zeitgenössischer Kompositionsverfahren. Er legt dabei besonderen Wert darauf, instrumentale Klangfarben durch den Einsatz ungewöhnlicher Spieltechniken zu erreichen.

Hans Josef Knaust – Organist, ausgebildet bei Zsigmond Szathmáry mit entscheidenden Impulsen für die Interpretation avantgardistischer Orgelmusik. Weiterbildung auch bei Ambré Isoir in französischer Orgeltradition der Romantik und klassischer Moderne (O. Messiaen). In letzter Zeit auch als Dirigent tätig.

Werner Raditschnig – Komponist und Klangkünstler, Klangaktionen vorwiegend mit experimentellem Instrumentarium und elektroakustischen Techniken in eigenen Präsentationen

Zeitachsen Organum ist eine Veranstaltungsreihe seit 2017, die sich mit zeitgenössischen Musikformen in Einbindung von Orgelklängen präsentiert. Eingeladen werden Künstler*innen, die dem weiten Feld der Experimentalmusik oder Klangkunst zuzurechnen sind, welche mit ihrer Ästhetik und Formensprache den Fokus auf Raum, Zeit, Transformation, ja vielleicht Transzendenz richten und in den Dialog mit der romantischen Maueracher Orgel treten

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