VASEVA – „Tales Of Time“

Die 2009 gegründete Alternative-Pop-/Rock-’n’-Roll-Band VASEVA veröffentlicht am 21. Oktober 2016 mit „Tales Of Time“ (Tuco Music) ihre dritte EP. Die vorab erschienene Single „1070“ war schon ein Ohrwurm, die EP lässt die Zuhörenden nicht mehr los.

Vaseva – das sind Maria und Severin Posch, sie mit einer Engelsstimme, er mit multiinstrumentalen Talenten gesegnet. Denn Severin hat für das 2015 aufgenommene Debütalbum „On Time“ bis auf das Schlagzeug tatsächlich alle Instrumente selbst eingespielt – für die Drums bestellten sie damals Heribert Metzger ins Studio. Cousine und Cousin gründeten die gemeinsame Band 2009, nur ein Jahr später traten sie das erste Mal zusammen auf, worauf Support-Shows für u. a. die Band Gin Ga und ein Newcomer-Slot am FM4 Frequency Festival folgten. 2012 wurde die zweite EP veröffentlicht und so kam der Stein ins Rollen: Vaseva spielten Ende 2015 zwei ausverkaufte Konzerte.

„I’ll be there and you’ll be fine“

Das Album steigt ein mit einem hoffnungsvollen Song namens „1070“, der sehr gut in das Genre „Indie“ passen würde – ein bisschen wie The Kooks, aber irgendwie österreichischer und voller Lässigkeit. Der Song handelt von Freiheit, von der Sehnsucht, mehr zu sehen, aber auch von Liebe – die ja auch durchaus der Schlüssel zur Freiheit sein kann. „Crystal Blue Eyes“, der zweite der fünf Tracks, klingt schon mehr nach Rock ‘n‘ Roll und beinhaltet ebenso ein Prise Pop. Thema des Liedes ist eine Person mit beeindruckend blauen Augen, die frech und etwas rebellisch umsungen wird. Die Stimmung ist – ebenso wie die Lyrics – aufsässig, aber trotzdem etwas melancholisch, eine Mischung aus allem, denn Wut scheint auch dann und wann auf. „In My Head“, der darauffolgende Song, ist lässig, er regt zum Tanzen und Mitsingen an – der Refrain setzt sich im Kopf fest und lässt die Zuhörenden nicht mehr los.

Die vorletzte Nummer des Albums ist sowohl nostalgisch als auch vorantreibend. Sie hat eine Nuance in der Stimmung, die irgendwie nicht zu der Aufbruchsstimmung des Lieds passt, sondern an die Vergänglichkeit von allem denken lässt. Unterstrichen wird das durch die Textpassage „Sooner or later I’ll have to go“, die im Refrain zu finden ist. Die EP schließt mit „Didn’t Even Try“, einem äußerst fröhlichen Lied, das ein gebührender Abschluss des Werks ist. Aber auch dieser Track hat trotz der freundlichen Grundstimmung einen Hauch von Traurigkeit in sich – klar, denn schon der Titel des Liedes lässt auf eine Stimmung der Enttäuschung schließen.

Alles in allem ist den beiden hier ein wirklich gutes Werk gelungen. Man kann verstehen, warum ihre Konzerte ausverkauft sind – der nächste Livetermin ist übrigens am 22. Oktober 2016, da feiert Vaseva die Release-Party der EP im Treibhaus in Innsbruck.

Antonia Seierl

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