Release Radar: BIRCH!, NOISESHAPER, JEANNY, EUROTEURO, Orange Gone, Anda Morts, Elsa uvm.

Aktuelle Veröffentlichungen zusammengefasst von Ylva Hintersteiner und Sophia Olesko. Der Release Radar ist eine monatliche Auswahl an Single Releases aus dem Bereich Pop/Rock/Elektronik made in Austria. Den Release Radar gibt es auch als Playlist auf Spotify.


Birch! – „Silver Flames“ (VÖ: 23.04.‘25)

Mit einem dramatischen Klavierintro und abgehakten Atemgeräuschen beginnt die neue Single „Silver Flames“ von BIRCH! Und: Die aufgebaute Spannung reißt auch im Rest des Liedes nicht ab. Der Song erinnert an düstere, filmische Titelsongs und lässt dadurch auch ein Kopfkino entstehen – etwa das Bild einer einsamen Heldin, die durch ihr verlassenes Schloss tanzt. Musikalisch wird dieses Kopfkino durch die melancholische Klaviermelodie gestützt. Aber auch der Streichereinsatz verstärkt das cinephile Gefühl. Generell ist das Lied räumlich sehr weit strukturiert und lässt seinen Klangelementen viel Raum zum entfalten. Zusammengehalten wird das Ganze von BIRCH! angenehmer, aber doch sehr eindringlicher und stets präsenter Stimme. Ein ebenso dramatisches und cinematographisches Musikvideo passend zum Lied wird am 02. Mai veröffentlicht.

Birch! (Instagram)

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NOISESHAPER – “We Wanna Live” (Echo Beach // VÖ: 22.04.‘25)

Mit einer eingängigen Melodie und einer starke Botschaft meldet sich die Gruppe NOISESHAPER zurück. In „We Wanna Live“ thematisiert die Band die immer spürbareren Auswirkungen der Klimakrise und ruft dazu auf, dagegen zu handeln, bevor es zu spät ist. Das Release-Datum ist ebenfalls nicht zufällig gewählt, denn der 22. April ist internationaler „Tag der Erde“. Trotz des ernsten Themas präsentiert sich der Song musikalisch von einer positiven und dynamischen Seite. Die Melodie geht ins Ohr und der Beat lädt zum Tanzen ein. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Stimme des Jamaikanischen Sängers Simple Straw, die perfekt die Balance zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit vermittelt. Ziel der Gruppe ist es, dadurch nicht nur zum Nachdenken, sondern auch zum Handeln anzuregen. Begleitet wird der Songrelease von einem Musikvideo, dass aus Videomaterial besteht, welches die Band von Fridays For Future zur Verfügung gestellt bekommen hat. „We Wanna Live“ ist außerdem der ersten Vorbote für ein neues Album von NOISESHAPER, welches im August erscheinen wird.

Noiseshaper (Instagram)

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Jeanny – „vielleicht beginn ich dann zu fühlen“ (Problembär // VÖ: 18.04.‘25)

In „vielleicht beginn ich dann zu fühlen“ denken JEANNY über das Verhältnis von Selbsthass zur Selbstliebe nach. Denn nur scheinbar widersprechen sich die beiden Emotionen, oft gehen sie doch gleichzeitig mit einher – nämlich in den Augenblicken, in denen die Gedanken zu schwer, und der Selbstzweifel zu groß werden. Auf den ersten Blick wird das Lied traurig, aber das ist es ganz und gar nicht. Viel mehr ist es ein Aufruf dazu sich selbst wieder aufzuraffen und durch die schweren Momente durch zu tauchen. Klanglich sind die fünf Musiker von Jeanny irgendwo zwischen Indie, Post-Punk und Post-Hardcore beheimatet. Dabei schaffen sie auch auf ihrer aktuellen Single, wieder eine Balance aus kompromisslosen Gitarrensound und angenehmen Trompeteneinwürfen. So entsteht fast eine Art von Hymne, die sich für das Trotzen gegen die schweren Momente ausspricht.

Jeanny (Instagram)

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EUROTEURO – „NYC Vape“ (Siluh // VÖ: 15.04.‘25)

Als musikalischer Hybrid präsentiert sich „NYC Vape“, die neue Single von EUROTEURO. Angesiedelt irgendwo zwischen minimalistischen Dance-Funk und repetitiven Frech-House lädt die Band dazu ein, die Welt für knapp 3 Minuten einfach Mal auszuschalten und nur die Musik zu spüren. Mit Loops und reduziertem Einsatz von Klangelemente hat es das Wiener Duo trotzdem geschafft einen dichten und eingängigen Klangteppich zu weben. Textlich spricht sich EUROTEURO wieder einmal für ihr Recht auf Eskapismus aus. Dabei schwingt schon eine gewisse Art von Ironie mit – die USA ist immerhin auch mitverantwortlich für die Unsicherheit, die zurzeit global herrscht. Ob ein Zug von einer New Yorker Vape da wirklich die Sorgen vertreiben kann, bleibt offen – der Song „NYC Vape“ schafft es aber ziemlich gut. Wer mehr von dieser besonderen Art von Eskapismus erleben will, ist gut auf der „Musik für Menschen“ – Tour von EUROTEURO aufgehoben. Zurzeit ist das Duo rund um Peter T. Und Katarina Maria Trenk im deutschsprachigen Raum unterwegs und verspricht einen Ausbruch aus dem Alltagstrott.

EUROTEURO (Instagram)

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ORANGE GONE – „FLOOD LOGIC“ (NUMAVI RECORDS // VÖ: 11.04.´25)

Verträumt und surreal blühend klingt „Flood Logic“ von Orange Gone. Thematisch geht es im Song über die Flut der Emotionen, die den Verstand überwältigt und die Logik aushebelt. Dabei entwickeln die Töne eine Schwerkraft, neben denen eine Klangwand dröhnt, summt und schillert. Hinter Orange Gone steckt übrigens der Musiker Max Mrak, der seit Kindheitstagen Musik liebt und bereits unzählige Werke veröffentlicht hat. 2022 gründete er mit vier anderen Musiker:innen die Dream Pop Band Lavandine. Die neue Single ist von seiner neuen EP „Their Body Lay Bent Above The Valley“, die im Mai erscheinen wird.

Orange Gone (Instagram)

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Junes Ivy – „Us, Love!“ (VÖ: 11.04.‘25)

Mit „Us, Love!“ meldet sich die Musikerin JUNES IVY nach ihrem Debütalbum-Release im September 2024 zurück. In ihrer Musik vereint die Grazerin Einflüsse aus dem Indie-Pop, Dream Pop und Grunge und schafft damit eine Klangwelt, in die tief eingetaucht werden kann. Gitarrenlastig und grungey präsentiert sich auch die neue Single „Us, Love!“. Die verzerrten Gitarren sind eindringlich und immer wieder kurz vor dem Übersteuern. Dadurch bekommt der Song eine Schwebung und Dynamik, die ins Ohr geht. Gesanglich ist Junes Ivy sanft und angenehm unterwegs, aber doch mit einem gewissen Nachdruck, der die Botschaft des Songs klar übermittelt. Darin geht es, wie der Titel bereits verrät, um ein allgegenwärtiges Thema – die Liebe – mit all ihren Facetten, Höhen und Tiefen. Beziehungen können sich stetig verändern: Von tiefer Verbundenheit, bis zur Entfremdung – aber das Gefühl der Liebe bleibt trotzdem stetig gleich. Mit ihrem Song spricht Junes Ivy jene an, die die Liebe mit all ihren Seiten kennen gelernt haben – und dennoch sich immer wieder auf sie einlassen.

Junes Ivy (Instagram)

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Markus Keimel – „Marblehead“ (Timezone // VÖ: 11.04.‘25)

Das neue Lied „Marblehead“ von MARKUS KEIMEL ist ein persönliches Abschiedslied und gleichzeitig eine Widmung an die besondere Verbundenheit zwischen Mensch und Tier. Im Song geht es um die gleichnamige Streunerkatze Murmelkopf, die dem Musiker vor einigen Jahren zugelaufen ist. Es entwickelte sich daraus eine enge Freundschaft, die jedoch ein trauriges Ende fand, als Murmelkopf eines Tages spurlos verschwand. „Marblehead“ ist eine Verabschiedung und soll gleichzeitig Trost für all jene spenden, die ebenfalls schon einmal Abschied von einer geliebten Samtpfote nehmen mussten. Klanglich präsentiert sich „Marblehead“ als melancholische Gitarrenballade, aus der die echten Emotionen förmlich raus fließen. Perfekt für alle Tierliebhaber:innen und Fans von gelungenem Gitarrenspiel.

Markus Keimel (Instagram)

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Fräulein Peter – „Hüft ned!“ (Tonherd // VÖ: 11.04.‘25)

Das Leben verläuft nicht immer so, wie geplant. FRÄULEIN PETER liefert dazu eine pragmatische und typisch österreichische Antwort mit dem Song „Hüft ned!“. Auch wenn manche Situationen nicht so sind, wie gewünscht, geht das Leben weiter. Stillstand gibt es nicht. Das Lied will Mut machen, weiter nach vorne zu schauen. Vergangenes lässt sich nicht ändern, nur die Zukunft kann beeinflusst werden. Die Band rund um Alina Peter bringt mit ihrem Dialektpop diese Aussage klar zum Ausdruck. Geprägt von einer eingängigen Gitarrenmelodie lädt der Song zum Tanzen ein. Er vermittelt eine positive Stimmung, die heutzutage dringend benötigt wird. Wer mehr von dieser Stimmung braucht: Fräulein Peter hat unlängst den  „Rock The Island Contest“ gewonnen und ist am 21. Juni 2025 auf dem Donauinselfest live zu sehen.

Fräulein Peter (Instagram)

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Pande – „Retina“ (Blank Spots // VÖ: 11.04.‘25)

Im melancholischen Indie-Pop Outfit präsentiert sich „Retina“, die neue Single von PANDE. Sie beschäftigt sich mit Selbstoptimierung, einer digitalen Leere und dem Echo einer verlorenen Nähe. Treibende Drumbeats und kompakte Gitarren bilden die Grundlage, auf der das weitere klangliche Gerüst aufbaut. Immer wieder verleihen helle Synthesizer-Einwürfe dem Lied neue Emotionen, die von der Stimme von Pande gut weitertransportiert werden. Im Song verhandelt der Musiker seine persönliche Verletzlichkeit mit 90er-Jahre-Nostalgie und moderner Klarheit. Er verzichtet auf ausschweifende Klangexperimente und präsentiert seine Musik in einem rohen und ehrlichen Zustand. Ein Konzept, dass sich auch auf dem geplanten Album „25/26 Missed One“ (VÖ: 13.06.25) fortsetzen wird.

Pande (Instagram)

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da Jo & el Tobo – „WIASINDAWÖD“ (Viennatmosphere // VÖ: 11.04.‘25)

Wie es in der Welt eigentlich so abläuft und wie sie funktioniert, das fragen sich da Jo & el Tobo in ihrer neuen Single „WIASINDAWÖD“. Von der Geburt an suchen sie die Antwort und bewegen sich durch diverse Alltagsszenarien. Schon bald stellt sich aber heraus- es ist schwer, eine klare Antwort zu bekommen. Vielmehr werden sie vertröstet, dass sie schon früh genug selbst darauf kommen werden. Aber eigentlich ist die Aussage klar: So richtig hat keine:r einen Plan. Klanglich mischt das Duo mit Waldviertler Wurzeln, Rhythmen aus Südamerika aus den Bereichen Samba-, Salsa- und Rumba mit einem dynamischen Gitarrenspiel. Besonders im Zwischenspiel geht musikalisch die Post ab. Bläsereinwürfe, Shaker und wohlüberlegte Gitarrenriffs prägen das Klangbild. Und: Kommt der Gedanke, das Ende des Liedes erreicht zu haben, stellen da Jo & el Tobo das Ganze nochmal rhythmisch und klanglich komplett auf den Kopf. Wer mehr südamerikanischen Flair mit österreichischem Sprachhumor haben will, ist gut bedient mit dem neuen Album der Band „Garagensamba II“ (VÖ: 11.04.2025).

da Jo & el Tobo (Instagram)

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Blonder Engel – „I loss mi geh“ (töchtersöhne // VÖ: 11.04.‘25)

Aus Linz stammt der BLONDE ENGEL aka Felix Schobesberger. Samt Gitarre, tiefer Stimme und Engelsflügel ist er auf den heimischen Bühnen unterwegs und präsentiert humorvoll Geschichten im Dialekt, die nur das Leben schreibt. So auch die neueste Single „I loss mi geh“, die sich mit den Nachwirkungen eines unschönen Beziehungsendes beschäftigt. Wie der Titel bereits verrät, vernachlässigt das Lyrische Ich sich selbst, nachdem die letzte Beziehung zerbrochen ist. Körperliche Hygiene und gesunde Ernährung rücken angesichts des Schmerzes in den Hintergrund. Aussicht auf Verbesserung gibt es derzeit noch nicht. Die Geschichte wird bildlich einwandfrei erzählt, als würde man direkt neben dem BLONDEN ENGEL auf dem Sofa sitzen. Zusätzlich prägt die melancholische Gitarrenmelodie das Gesamtbild und sorgt dafür, dass der Song sofort ins Ohr geht.

Blonder Engel (Instagram)

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Velvet Wasted – „Madhouse“ (Mojo Mojo // VÖ: 13.04.‘25)

Indie-Rock aus Graz gibt es von VELVET WASTED. In „Madhouse“ stellen sich die vier Steirer, die Frage, ob reale Gefühle und Wahrnehmungen überhaupt noch existieren. Viel zu abgestumpft fühlen sie sich, durch eine Welt, die scheinbar von einem Chaos ins nächste stürzt. So kann es aber nicht weitergehen und die Band macht sich auf die Suche ihr Herz und ihre Emotionen wieder zurückzuerlangen. Dabei schaffen sie es eine Brücke, zwischen sehr persönlichen, individuellen Erfahrungen und dem aktuellen Weltgeschehen mit gesellschaftlicher Spaltung und wachsender Unsicherheiten zu bauen. Ohne Klischees zu bedienen, erzählt der Song eine Lebensrealität mit der sicherlich viele zurzeit zu kämpfen haben. Musikalisch bewegt sich der Song klassisch im Indie-Rock-Universum. Verspielte Gitarrenmelodien und groovige Beats vermischen sich mit einem eingängigen Gesang.  „Madhouse“ bietet außerdem bereits einen Vorgeschmack auf das kommende Debütalbum der Band, welches später im Jahr erscheinen wird.

Velvet Wasted (Instagram)

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ANDA MORTS – “SIE” (PHAT PENGUIN // VÖ: 04.04.´25)

Anda Morts ist gefühlt in aller Munde und das aus gutem Grund. Der Linzer Musiker hat zwei Touren durch Österreich und Deutschland ausverkauft, seine zwei bisher veröffentlichten EP´s wurden über drei Millionen Mal gestreamt. Nun bringt er mit „Sie“ einen fröhlichen Tune heraus, der von Unbeschwertheit strotzt. Das ist die Welle auf der der junge Musiker schwimmt, während er von einer jungen Frau singt, die sich von ihrem turbulenten Alltag nicht stoppen lässt. Anda gewinnt den Begegnungen mit ihr eine Leichtigkeit ab, doch alle guten Dinge enden, sagen die Leute. Was sie aber verschweigen ist, dass es noch viel besser weitergeht. In diesem Sinne: Das Debütalbum von Anda Morts erscheint heuer im Oktober!

Anda Morts (Instagram)

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ELSA – „ÖFTER EINMAL“ & „ALLE IHRE TÖCHTER“ (ASSIM RECORDS // 14.03.´25)

Die Wiener Band ELSA veröffentlicht zwei Vorboten aus ihrem im Herbst erscheinenden Album. „Öfter einmal“ erinnert daran, dass die guten Dinge näher sind, als man im Trubel des Alltags wahrnimmt. „Alle ihre Töchter“ ist „der Versuch einer Hymne“, informiert die Band. „Das Lied erzählt zuerst aus der Perspektive der Töchter, die sich wünschen, dass ihre Eltern gleichbehandelt werden. Anschließend folgt die Sicht der Mutter, die ungeduldig darauf wartet, aus ihrem Käfig befreit zu werden“ informiert ELSA. Der Song transportiert einen Hauch 70ies-Romantik und lädt ein, den Traum der Gleichberechtigung trotz aller gesellschaftlichen Rückschritten nicht aufzugeben.

Elsa (Instagram)

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CHRISTIAN BECKER FEAT. MEENA CRYLE – “FREEDOM” (XUNDHEIT RECORDS // VÖ: 14.03.´25)

Christian Becker und Meena Cryle bringen mit „Freedom“ ein Stück New Orleans zu uns. Der Song ist ursprünglich ein Werk von Georg Danzer aus dem Jahr 1979, das er unter dem Namen „Die Freiheit“ veröffentlichte. Mit der Idee, den Song zu übersetzen und neu zu vertonen war Becker eines Morgens im vergangenen Jahr aufgewacht. Der Text ist inhaltlich noch immer höchst relevant: Im Duett führen Becker und Meena Cryle einen Dialog über diese Kreatur, die verschwindet, wenn man sie einsperrt. Getragen von souligen Vocals, jazzigen Trompeten und Choraufnahmen entfaltet das Stück, welches auch auf Deutsch neu erschienen ist, eine Klangwucht, die berührt. Umgesetzt wurde das wortwörtliche Traumprojekt mit Teilen der Band Georg Danzers.

Christian Becker (Instagram)
Meena Cryle (Instagram)

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BOUNTYDAVE & SKINNY B – „Red Like Wine“ (Futuresfuture // VÖ: 11.04.´25)

Dating ist nicht leicht – besonders in der heutigen Zeit, in der das meiste Kennenlernen über Online-Plattformen stattfindet. Darüber handelt auch der neue Song von BOUNTYDAVE & SKINNY B „Red Like Wine“. Die beiden Künstler beschäftigen sich mit dem Thema von offener und ehrlicher Kommunikation, die heutzutage immer öfter in den Hintergrund rückt – einfach ghosten ist halt doch leichter. Zumindest die Kommunikation zwischen den beiden Künstlern dürfte funktionieren, denn es ist bereits ihre zweite Zusammenarbeit. Der Song präsentiert sich mit einem entspannten Groove und einer Melodie, die sofort ins Ohr geht. Er bewegt sich in der Welt der Pop-Musik, mit leichten Einflüssen aus dem Bereich des Rap. Ob die beiden Musiker das Online-Dating aufgeben, bleibt offen – denn immerhin lassen sich gute Songs über diesen besonderen Herzschmerz schreiben.

Bountydave (Instagram)
Skinny B (Instagram)

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KURPARK – „Chaos“ (Problembär // VÖ: 11.04.´25)

Der Wiener Künstler Patrick Vanek alias KURPARK war bereits bei diversen österreichischen Projekten als Produzent und Musiker beteiligt. Jetzt hat er den Schritt gewagt, seine eigene Musik zu veröffentlichen. „Chaos“ heißt die Debüt-Single. Mit einer eingängigen Synth-Melodie und treibenden Drummachine-Beats schafft er eine fundierte Grundlage. Dabei werden Wiederholungen stilvoll eingesetzt. Musikalische Extras, wie der Gitarreneinwurf am Ende verleiht dem ganzen Lied eine weitere interessante, klangliche Komponente. Die Stimme von Kurpark fügt sich angenehm in das klangliche Bett ein. Sie ist präsent und klar, ohne die Instrumente zu überschatten. Inhaltlich beschäftigt sich der Song mit dem Gedankenchaos, welches immer wieder im Kopf herrscht. Der Versuch das Chaos zu ordnen und sich tiefer damit zu beschäftigen, führt aber dann oftmals dazu am Ende noch verwirrter zu sein. Kurpark stellt schlussendlich fest, dass das Chaos vielleicht gar kein Puzzle ist, das gelöst werden muss. Es ist einfach ein Teil von uns Menschen.

Kurpark (Instagram)

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