mica – music austria veranstaltet in Kooperation mit dem Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) der Universität für Musik und darstellende Kunst am 3. März 2017 einen mica focus zum Thema „THE BLOCKCHAINED MUSIC BUSINESS – OPPORTUNITIES AND CHALLENGES“.
Berichte über die Blockchain-Technologie kursieren seit ungefähr einem Jahr in den diversen Internetforen und darin wird sie oftmals als Technologie beschrieben, die die gängigen Wertschöpfungsketten und -strukturen im Onlinebereich von Grund auf revolutionieren könnte. Bei einer Blockchain handelt es sich um eine dezentrale, auf der Kryptowährung Bitcoin basierende Datenbank, die Informationen über Transaktionen in chronologischer Reihenfolge speichert. Sie besteht aus einer reinen Textdatei und folgt dem Peer-to-Peer-Prinzip. Den größten Vorteil einer Blockchain sehen Fachleute darin, dass die Transaktionen einzig zwischen den beteiligten Netzwerk-Userinnen und -Usern ablaufen können und eine dritte Instanz somit obsolet würden, was die Abwicklung kostengünstiger und rascher machen könnte. Noch befindet sich die Anwendung der Blockchain-Technologie abseits von Bitcoin zwar erst in der Testphase, eine frühzeitige Beschäftigung mit der Thematik kann aber zu einem entscheidenden Wissensvorsprung führen, wenn es zu einer breiten Anwendung kommt.
Aus diesem Grund veranstalten mica – music austria und Peter Tschmuck vom Institut für Kulturmanagement und Gender Studies (IKM) der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien (mdw) gemeinsam einen Workshop zum Thema, in dem die unterschiedlichen Perspektiven der Blockchain-Technologie für die Musikwelt in drei geschlossenen Arbeitsgruppen mit wichtigen Akteuren der heimischen Musikwelt aufgearbeitet werden.
Arbeitsgruppe 1: Ein neuer Anlauf zu einer Global Repertoire Database? Die politische Relevanz der Blockchain-Technologie.
Leitung: Peter Jenner (Peter Jenner war Manager von Musikgrößen wie Pink Floyd und The Clash. Er betreibt die Musikagentur Sincere Management in London, war Generalsekretär des International Music Managers‘ Forums und Direktor des Britischen Music Managers‘ Forums, Beirat der Featured Artists Coalition und Berater für die World Intellectual Property Rights Organization (WIPO) für die Einrichtung eines International Music Registry.)
Arbeitsgruppe 2: Mehr Fairness und Transparenz in der Einkommensverteilung zwischen den RechteinhaberInnen?
Leitung: Benji Rogers (tbc) (Der britische Musiker Benji Rogers gründete 2009 die direct-to-fan-music-making-Plattform PledgeMusic und gilt als führender Experte der Blockchain-Technologie. Er ist Mitbegründer des Projekts http://dotblockchainmusic.com/, welches 2016 von Musically als Digital Music Startup of the Year ausgezeichnet wurde.)
Arbeitsgruppe 3: Die Blockchain als Chance und Herausforderung für Musikschaffende.
Leitung: Carlotta De Ninni (Die Musikerin und Musikproduzentin arbeitet als Assistentin von Imogen Heap bei deren Mycelia for Music Foundation, einem Projekt welches auf Basis der Blockchain-Technologie ein faires Musik-Ökosystem ermöglichen möchte.)
Im Anschluss an die Arbeit in den Workshop-Gruppen findet eine Podiumsdiskussion bei freiem Eintritt statt, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind:
Freitag, 3. März 2017 | 16.30-18.00 Uhr
Podiumsdiskussion “The Blockchained Music Business – Opportunities and Challenges”
Internationale ExpertInnen diskutieren über die Chancen und Herausforderungen der Blockchain-Technologie für das Musikbusiness (in Englisch)
Eintritt frei, um Anmeldung wird gebeten: ikm@mdw.ac.at
Ort: Großer SE-Raum am IKM, Gebäudeteil E, 1. Stock
Für die Arbeitsgruppe 3 – Die Blockchain als Chance und Herausforderung für Musikschaffende – gibt es noch wenige freie Plätze. Der Workshop dauert von 09.30-16.00 und findet in englischer Sprache statt.
Bei Interesse bitten wir um ein E-Mail mit kurzem Motivationsschreiben an hergovich@musicaustria.at
Abteilung für Wissenschafts- und Forschungsförderung der MA7 Wien
Universität für Musik und darstellende Kunst Wien


