
So wirklich in eine einzelne Kategorie lässt sich das neue Album des Fünfers nicht einordnen, dafür präsentieren sich Jörg Grubmüller (Gesang), Florian Brandstetter (Schlagzeug), Hannes Engl (Bass), Max Hauer (Gitarre, Klavier) und Clemens Meißl (Gitarre) in ihren insgesamt zehn neuen Stücken einfach zu vielfältig. Was die ganze Sache aber auch zu einer spannenden und ungemein interessanten macht. Fotzhobl gehen sehr unkonventionell an die Sache heran. Ohne sich irgendwelchen modischen Strömungen anzubiedern, entwerfen die Oberösterreicher ihren ganz eigenen unverkennbaren Gesamtsound. Und dieser erklingt so richtig erfrischend. Mal geben die Jungs gnadenlos richtig Gas und lassen die Gitarren schön laut aus den Boxen schallen, mal lässt man es ordentlich grooven, um im nächsten Moment dann die Richtung in ruhige akustische und balladeske Gefilde zu wechseln. Es macht einfach Spaß, sich von der Band durch ihre Songs tragen zu lassen, weiß sie doch auch immer wieder mit spontanen Wendungen und detailverliebten Nuancen und Spielerien zu überraschen.
Die fünf Jungs haben ihre Lektion in Sachen Songwriting scheinbar ganz vortrefflich gelernt. Ihre Instrumente beherrschend geht es ihnen offensichtlich spielend leicht von der Hand, erstklassige, variantenreiche und durchdacht arrangierte Nummern auf den Weg zu bringen, die vom ersten Moment an zünden. Schön ist auch, dass sich die Truppe kein Blatt vor den Mund nimmt. Sänger Jörg Grubmüller und seine Mitmusiker haben etwas zu sagen und tun dies auch, ohne jedoch jemals in Kitschige und jugendlich Naive zu verfallen.
Man kann durchaus sagen, dass Fotzhobl mit „In Foab” ein wirklich schönes Stück Musik gelungen ist. Wunderbar vielschichtige und mitreißende Songs, die auch nach mehreren Durchläufen nichts von ihrem Reiz verlieren und stetig wachsen. Auf jeden Fall eine intensive Hörprobe wert.(mt)
Fotzhobl © Stefan Wolfsteiner
Eiffelbaum Records