
Wiewohl die neuen Stücke mit ihrem gediegenen Tango/Minimal Music/Pop/Jazz/Alpin Sound immer noch unverkennbar nach den Donauwellenreitern klingen, hat sich musikalische Akzentuierung im Vergleich zum Erstlingswerk dann doch um einiges verschoben. Auch, oder gerade weil Thomas Castañeda (Piano, Keyboard), Maria Craffonara (Stimme, Violine, Perkussion) und Nikola Zaric (Akkordeon) die Weigerung, immer in der gleichen musikalischen Position zu verharren, schon von Anfang an zu einem Grundprinzip ihres Schaffens erklärt haben. So gesehen stellt „Messëi“ also in keinster Weise einen Aufguss des bereits Bekannten dar, sondern vielmehr eine logische Weiterentwicklung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Donauwellenreiter mit „Messëi“ definitiv ihre Meisterprüfung mit Auszeichnung abgelegt haben. Denn anders, als es bei manch anderen Formationen der Fall ist, hat sich das Trio von seinen Ambitionen, es besser, kunstvoller und größer zu machen, nicht erschlagen lassen. Ganz im Gegenteil, der unbestritten gesteigerten Erwartungshaltung ihnen gegenüber trotzend, tänzeln die Donauwellenreiter mit einer unbekümmerten und betörenden Leichtfüßigkeit und Unbeschwertheit über das Parkett, ohne dabei aber irgendeiner Art und Weise ihrer Musik die Tiefe und Qualität zu nehmen.
Vorab präsentieren werden die Donauwellenreiter ihr neues Album am 22. Feber im Rahmen der Eröffnungsgala der internationalen Akkordeonfestivals im Kuppelsaal der Technischen Universität Wien. Erscheinen wird die CD im April. (mt)
Termine:
01.03. Raab, Jazzklub (A)
27.03. Ziegelstadl, Hallein (A)
03.04. Zehntstadel, Leipheim (D)
04.04. Bürgerhäuser, Dreieich (D)
05.04. Alte Synagoge, Freudenthal (D)
06.04. Thalhaus, Wiesbaden (D)
07.04. Carambolage, Bozen (I)
08.04. UFO, Brundeck (I)
09.04. Gemeindesaal, Grins (A)
15.05. Forum Musik, Kaltern (I)
17.05. Schloß Traun, Traun (A)
20.06. Stiftskeller, Salzburg (A)
Foto Donauwellenreiter: Josef Neuper