
“Der deutsche Rap hat seinen Glanz verloren, dann beginnen wir halt ganz von vorn”, heißt es in einer Zeile des neuen Tracks “Tapetenwechsel”, eine Aussage, die eigentlich schon die Richtung vorgibt und auch das musikalische Ziel des jungen Salzburgers definiert. Dame, der vor ein paar Jahren mit Gamesongs zu Spielen wie „Call of Duty“ und „World of Warcraft“ zu erster Bekanntheit gelangt ist, versucht sich an eine Erneuerung des deutschen Hip Hops, der, natürlich mit einigen Ausnahmen, in den letzten Jahren doch viel von seiner musikalischen Strahl- und Schlagkraft verloren und längst in der Mitte des Mainstreams Eingang gefunden hat. Er ist irgendwie austauschbar, beliebig und stumpf geworden. Es ist oftmals alleine bloß nur noch das oberflächliche und durchschaubare Spiel mit der Provokation, mit der manche von sich reden machen können.

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Wie sehr Dame mit seinem Stil und seinem Umgang mit dem von ihm mit Elementen aus dem Soul und Pop versetzten ankommt, zeigt auf sehr eindrucksvolle Art der große Zuspruch der Fans auf Youtube. Sage und schreibe 40.000.000 Klicks konnte der Rapper mittlerweile mit seinen Songs generieren, seinem Kanal folgen mehr als 172.000 Abonnenten, das sind Zahlen, mit denen er sogar manch Große des internationalen Popzirkus weit hinter sich lässt.
Man muss kein großer Prophet sein, um sagen zu können, dass mit diesem jungen Rapper auch in Zukunft definitiv zu rechnen sein wird. Wer es wie Dame schafft, aus eigener Kraft und ohne jegliche Maschinerie im Rücken so viele Leute anzusprechen, und das, ohne irgendwie in die Klischeekiste zu greifen, dem ist alles zuzutrauen. Womit klarerweise auch der Sprung über die heimischen Grenzen hinweg gemeint ist. (mt)
Termine:
14.05. B72, Wien
15.05. Posthof, Linz
16.05. PPC, Graz
17.05. Stereo, Klagenfurt
18.05. Bachstage, München
19.05. Rockfabrik, München
20.05. Magnet, Berlin
21.05. Turmzimmer, Hamburg
22.05. Faust Mephisto, Hannover
23.05. Die Werkstatt, Köln
24.05. Das Bett, Frankfurt