
PHACE | CONTEMPORARY MUSIC (ehemals ensemble on_line), dessen musikalisches Repertoire die bedeutendsten Werke der Klassischen Moderne wie auch Werke junger, vielversprechender KomponistInnen umfasst, zählt aktuell ohne Zweifel zu den bedeutendsten und zugleich vielfältigsten österreichischen Ensembles für zeitgenössische Musik. Auch weil es den Fokus nicht alleine auf die Musik richtig, sondern immer wieder auch versucht spartenübergreifend, wie etwa in Tanz-, Theater- oder Performance-Projekten, zu agieren. Wobei gerade in solchen oftmals auch der Rahmen der reinen Neuen Musik verlassen wird, um quasi in bester Crossover-Manier Anknüpfungspunkte zu anderen Musikstilen, wie etwa der Elektronik, zu herauszuarbeiten. Bei PHACE | CONTEMPORARY MUSIC handelt es sich um ein MusikerInnenkollektiv, welches sich mit Vorliebe immer wieder neuen Herausforderungen stellt und dass sich mit Vorliebe der Erkundung musikalischer Grenzbereiche widmet.
Und genau in diesen bewegen sich auch die an diesem Abend auf dem Programm stehenden Kompositionen. Zum Erklingen. Zur Aufführung gebracht werden Werke von fünf KomponistInnen, die in ihren Ansätzen nicht unterschiedlicher sein können, die kaum bis gar keine stilistischen Gemeinsamkeiten aufweisen und allesamt ihre ureigene Klangsprache entwickelt haben.Es erklingen „Ein Garten. Pfade die sich verzweigen. (1999–2001) für Viola solo und 7 Instrumente“ von Gerald Resch, „Mes béatitudes (1994/95) für Klavier und Streichtrio“ von Gérard Pesson, „Superfluidity II für Gitarre solo und kleines Ensemble“ (UA) von Arturo Fuentes, „Dichroic seventeen (1996) für Akkordeon, Klavier, E-Gitarre, 2 Schlagzeuger, Cello und 2 Kontrabässe“ von Rebecca Saunders und „Scena (1992) für Violine solo und Kammerensemble“ von Jonathan Harvey.
Foto Oliver Topf