Wien.Musik präsentiert Sterzinger Experience

Mit seinem Anfang 2011 erschienenen Album „Rock’n Roll“ lieferte Stefan Sterzinger einmal mehr ein eindrucksvolles Beispiel für sein ungemein offenes Musikverständnis ab. Was der Akkordeonist mit seinen MitmusikerInnen Lothar Laesser, Martina Winkler, Jörg Mikula, Franz Schaden und Alexander Gheorghiu in seinen Stücken zu Ausdruck bringt, ist der Gedanke des Crossovers in Reinkultur. Musik, die nicht und nicht in irgendeine Kategorie passen will, aber dennoch wie aus einem Guss erklingt. Der typische Sterzinger-Sound eben. Ein bisschen Wienerlied da, ein wenig Jazz und Blues dort, dazu ein Prise Pop garniert mit Klängen aus dem Chanson, der Balkanfolklore und Country. Die nächste Gelegenheit, Stefan Sterzinger und seine Band live zu erleben, gibt es am 20. September im Rahmen der WienMusik Konzertreihe im Wiener Volkstheater.

Stefan Sterzinger war ja noch nie wirklich ein Musiker, der sich auf einen einzelnen Stil beschränken wollte. Blickt auf die zahlreichen Projekte des eigenwilligen Künstlers, wird deutlich, dass er stets den Versuch unternimmt, Unterschiedlichstes auf einen Nenner zu bringen. Sein Können besteht darin, dies zu tun, ohne auch nur einen Moment lang allzu kopflastig zu wirken. Stefan Sterzingers Musikwelt ist ein universelle, eine die sich von herkömmlichen Begrifflichkeiten abkoppelt, und das auf eine ungemein charmante und leichtfüßige Art. Mit Sterzinger Experience versucht der heute 53jährige Akkordeonist, Sänger und Entertainer seiner musikalischen Visionen mit dem eigenen Anspruch nach einem unverkennbaren und vom innovativen Geist getragenen  Sound einen Schritt näher zu kommen.

Sterzinger Experience – Folsom Prison Blues by mica

Das bei monkey music erschienene Erstlingswerk „Rock’n Roll“ seines aktuellen Projektes erklingt typisch wienerisch und international zugleich. Stefan Sterzinger versteht es auf höchst eindrucksvolle Art und Weise, aus dem Sammelsurium an Stilen und Spielformen (Schrammelmusik, Pop, Country, Blues und Jazz) sein ureigenes Ding zu formen. Welches Etikett man seiner Musik nun umhängt, ist im Grunde genommen sowieso nebensächlich. Was zählt ist, dass sie schlicht und einfach großen Spaß macht. Gekonnt spannt der Wiener, der sich textlich ganz in der Tradition eines Artmanns, Qualtingers und Nestroys von seiner spitzen und ironischen Seite gibt, in seinen Stücken einen Bogen zwischen der Tradition und der Gegenwart, zwischen dem Heurigenstammtisch und der Clubbühne, zwischen Anspruch und Ohrwurmmelodien, ohne dabei aber Gefahr zu laufen, sich in der Klischeehaftigkeit zu verlieren.

Jene, die bis zum heutigen Tage noch nicht in den Genuss gekommen sind, Stefan Sterzinger und seine Band auf der Bühne bewundern zu können, sollten sich diese bietende Gelegenheit daher auf keinen Fall entgehen lassen. (mt)

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