Steaming Satellites – Slipstream

Schon mit ihrem im vergangenen Jahr erschienen und von allen Seiten hochgelobten Debüt „The Mustache Mozart Affaire“ gelang es der Salzburger Combo Steaming Satellites eine erste Duftmarke zu hinterlassen. Und das nicht nur hierzulande, sondern auch europaweit. Wie es so schön heißt, ist das zweite Album ein deutlich schwierigeres, zeigt sich doch genau an diesem, ob die eine Band den Qualitätslevel auch halten kann. Nun, im Fall von den Steaming Satellites darf man erfreulicherweise feststellen, dass es dem Dreiergespann in hohem Maße auch gelungen ist. „Slipstream“ (The Instrument Village), so der Titel dieses guten Stücks, ist ein schönes Beispiel dafür, dass man zugleich retro und modern klingen kann, dass man den Indierock, oder zumindest das, was unter diesem Begriff zusammengefasst ist, auch sehr eigenständig interpretieren kann und sich nicht zwangsläufig den üblichen Formaten annähern muss. Was Max Borchardt und seine Kollegen abliefern, sind bärenstarke, an den Sound der 70er Jahre der Marke Led Zeppelin angelehnte und mit spacigen Einflüssen angereicherte Rocknummern, die mit ungewohnter Abwechslung zu punkten wissen und sich erfreulicherweise auch nicht im Wiederholen des bereits Bekannten verlieren. Vorgestellt wird das neue Album im Rahmen einer ausgedehnten und im März stattfindenden Tournee durch die deutschsprachigen Lande.

Alle Achtung. Dass Max Borchardt (Gesang, Gitarre), Matthäus Weber (Schlagzeug, Programming, Keys) und Emanuel Krimplstätter (Keys, Synthesizer, Bass) es drauf haben, klasse Nummern zu schreiben, weiß man ja spätestens seit ihrem Debüt. Aber was die drei Jungs aus Salzburg auf „Slipstream“ abliefern, ist dann doch noch um eine Spur beeindruckender. Man sollte ja mit Superlativen eher zurückhaltend umgehen, aber man muss kein großer Prophet sein, um zu erkennen, dass man es bei diesem Output Ende 2013 wohl mit einem der besten Rockalben des Jahres aus Österreich zu tun haben wird.

Hier passt alles, der fette Sound, der bewusst nicht glatt poliert worden ist, die aus richtig coolen 70er Jahre Gitarrenriffs und spacigen Synthieklängen erwachsenden Melodien, die abwechslungsreichen Arrangements, die sich eben nicht in den übliche 08/15 Schemen verlieren sowie die instrumentalen Fertigkeiten, die notwendig sind, um all die Ideen auch wirklich umsetzen zu können. Dazu gesellt sich der unvergleichliche und ausdrucksstarke Gesang von Frontmann Max Borchardt, der den Songs diesen zusätzlichen speziellen Charakter verleiht.

Mit „Slipstream“ liefern Steaming Satellites ein Album ab, das definitiv keinen Unterschied zu internationalen Rock-Veröffentlichungen mehr zulässt. Die insgesamt elf Tracks machen einfach Freude und Spaß, weil sie eben doch etwas anderes zu bieten haben, als man sonst so zu hören bekommt. (mt)
Termine:
05.03. Würzburg, Cairo (D)
06.03. Dortmund, FZW (D)
07.03. Osnabrück, Kleine Freiheit (D)
08.03. Rüsselsheim, Das Rind (D)
09.03. Karlsruhe, Substage (D)
11.03. Konstanz, Kulturladen (D)
12.03. München, The Atomic Cafe (D)
13.03. Wien, WUK (A)
15.03. Innsbruck, Weekender (A)
16.03. Salzburg, Rockhouse (A)
18.03. Köln, Blue Shell (D)
19.03. Hannover, Cafe Glocksee (D)
20.03. Hamburg, Knust (D)
21.03. Berlin, Comet Club (D)
22.03. Erfurt, Franz Mehlhose (D)
23.03. Dresden, Beatpol (D)
25.03. Stuttgart, Keller Klub (D)
26.03. Zürich, Ziegel Oh Lac (CH)
27.03. Nyon, La Paranthese (CH)
28.03. Bern, Rössli – Dachstock (CH)
29.03. St Gallen, Grabenhalle (CH)

http://www.steamingsatellites.de/
http://dev.theinstrumentvillage.com/