Simone Kopmajer präsentiert ihr aktuelles Album

„Didn’t You Say“ lautet der Titel des aktuellen und gleichzeitig ersten im deutschsprachigen Raum erscheinenden Albums der österreichischen Jazzerin Simone Kopmajer. Die von vielen als „Österreichs neue Jazz-Stimme“ bezeichnete Sängerin beweist mit ihren neuen Songs einmal mehr, zu welch großen Taten sie fähig ist. In den kommenden Wochen ist Simone Kopmajer mit ihrer Band, bevor es in Richtung USA geht, noch auf einer kleinen Tour durch Österreich unterwegs.

Die Entscheidung eine musikalische Karriere einzuschlagen ist der gebürtigen Schladmingerin bereits früh in die Wiege gelegt worden. Schon im Alter von 12 Jahren startete Simone Kopmajer als Sängerin in der Band ihres Vaters und offenbarte dabei ihr enormes gesangliches Talent. Wenig verwunderlich ist daher, dass der weitere Weg der heute 24-Jährigen schließlich in einem Gesangs- und Klavierstudium an der Grazer Universität mündete.

Dort erhielt die junge Musikerin die seltene Gelegenheit mit einigen der ganz großen Jazzvokalisten, wie etwa Mark Murphy, Sheila Jordan, Michele Hendricks, Jay Clayton oder den New York Voices zusammenzuarbeiten. Im Jahr 2000 führte der Weg Kopmajer schließlich in die Vereinigten Staaten, wo sie ihre Gesangstimme nochmals zu verbessern versuchte. Einen starken Einfluss auf ihren Stil übten dabei vor allem die großen Stimmen des Jazz und des amerikanischen Showbusiness, wie etwa Ella Fitzgerald, Frank Sinatra und Jon Hendricks, aus.

Ein Belege dafür, welch großes Potential in Simone Kopmajer schlummert, lieferte die Sängerin bereits mit ihren ersten beiden Alben “Moonlight Serenade” und “Romance” ab. 2003 wurde Simone Kopmajer verdientermaßen mit dem Hans-Koller-Jazz-Preis ausgezeichnet. 2006 folgte mit dem dritten Album “Taking a chance on love” der nächste erstklassige Output. Simone Kopmajer beeindruckte einmal mehr mit ihrer Fähigkeit, alle wichtigen Elemente des Jazz zu einem wunderbaren Ganzen zu vereinen. Der beachtliche Erfolg, besonders in den USA und in Japan, bestätigte den Eindruck, dass hier tatsächlich eine Musikerin am Werken ist, die das Zeug zu etwas ganz Großem hat.

Mit ihrem vor wenigen Monaten erschienenen Album „Didn’t You Say“ will Simone Kopmajer  nun auch endgültig auch im deutschsprachigen Raum, und damit auch in Österreich Fuß fassen. Das Problem bisher bestand ja darin, dass ihre vorhergehenden Alben hierzulande nur schwer erhältlich waren. Dies soll sich mit einem neuen Vertreib nun ändern. Musikalisch setzt die Sängerin ihren eingeschlagenen Weg konsequent fort, wobei sie die neuen Stücke erstmals in Eigenregie produziert hat. Die charismatische Sängerin überzeugt nicht nur mit ihrer betörenden Stimme, sondern legt auch ein ungemein ausgeprägtes songwriterisches Verständnis an den Tag.

Irgendwo zwischen Swing und Jazz angesiedelt, weist jeder einzelne Song enorme Ohrwurmqualitäten auf, wobei aber niemals die Grenze zum Kitsch überschritten wird. Insgesamt wirkt es fast so, als wäre die 24-Jährige diesmal etwas reduzierter an die Sache herangegangen. Spärlich instrumentiert bieten die neuen Stücke Kopmajer´s Stimme überraschend viel Platz zur Entfaltung. Und diese weiß sie perfekt für sich zu nutzen. (mt)

Termine:
26. September – Forum Kloster, Gleisdorf
1. Oktober – Jazzclub, Drosendorf
15. Oktober – „Graz Jazz Nacht“, Orpheum, Graz

http://www.simonekopmajer.com