Salam Orient 2008

Ganz im Zeichen des Orients steht das am 15. Oktober beginnende Festival Salam Orient. An mehreren verschiedenen Spielorten in Wien finden rund einen Monat lang Konzerte, Lesungen und Tanzveranstaltungen statt, die dem Publikum diesen fernen Kulturkreis mit all seinen Geheimnissen und Facetten ein wenig näher zu bringen versucht.

Im Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 legt das Festival “Salam.Orient. Musik, Tanz und Poesie aus orientalischen Kulturen” heuer seinen inhaltlichen wie musikalischen Schwerpunkt auf das Gebiet des Kaukasus. Insgesamt werden 14 Acts aus unterschiedlichen Nationen für ein stilistisch enorm vielschichtiges und buntes Festivalprogramm sorgen. Zudem bieten Podiumsdiskussionen sowie Workshops den BesucherInnen die Gelegenheit, sich mit diesem fernen Kulturkreis thematisch auseinander zu setzen. Die diesjährigen Veranstaltungsorte sind unter anderem das Wiener Konzerthaus, das Porgy & Bess, die Sargfabrik, das Theater Akzent, das Restaurant Aux Gazelles sowie erstmals die Wiener Arena und der Reitersaal der Österreichischen Kontrollbank.

Das Ziel der Veranstaltung hat sich in den vergangenen Jahren nicht wirklich verändert. Musik, egal woher sie stammt, bedarf keiner Sprache. Sie transportiert Gefühle und Traditionen, sie ist für jedermann/frau verständlich. Salam Orient will auf diesem Wege einen Dialog zwischen den Kulturen anregen und das Verständnis für die orientalische Welt fördern. Der rege Publikumsandrang in den vergangenen Jahren zeigt, dass unter den heimischen Musikliebhabern eine große Neugier nach neuen Klängen und Stilrichtungen besteht. Dieser versucht das Festival gerecht zu werden.

Und wie sehr das gelingt, zeigt schon das Eröffnungskonzert des armenischen Ausnahmemusikers Djivan Gasparyan in der Sargfabrik. Gasparyan, der in diesem Oktober seinen 80er feiert, ist nun schon seit fast sechzig Jahren in musikalischer Mission zwischen Metropolen dieser Welt unterwegs und scheint noch immer kein bisschen müde. Mit seiner Musik überschreitet der vielfach international ausgezeichnete Künstler kulturelle wie auch stilistische Grenzen und vereinigt die Traditionen seiner Heimat mit der Moderne des Westens.

In den kommenden drei Wochen bekommen die BesucherInnen eine Reihe echter Leckerbissen serviert. So werden unter anderem namhafte Acts wie Adrian Gaspars` Gypsycombo, Kadero El Hamdaoui & Vienna Rai Orchester feat. Otto Lechner, das Ensemble XX. Jahrhundert unter der Leitung von Peter Burwik, das Arab Orchestra of Nazareth die aserbaidschanische Sängerin Sevda zu hören bzw. zu sehen sein. Wer also einmal eine Reise zu fremden Klangwelten unternehmen will, sollte sich die sich bietende Gelegenheit nicht entgehen lassen. (mt)

 

Foto The Arab Orchestra of Nazareth: The Arab Orchestra of Nazareth
Foto Djivan Gasparyan: Eva Scalla