mica-Interview mit Natalie Glanzmann (Geschäftsführerin von MUSIK DER JUGEND)

GRADUS AD PARNASSUM bietet seit 1996 jungen, begabten Musikern aus Österreich und jenen, die seit mindestens drei Jahren an einer österreichischen Universität studieren ein Forum, ihre instrumentalen und künstlerischen Kräfte zu messen. Organisiert wird dieser von allen österreichischen Bundesländern und dem Bund unterstützte Jugendwettbewerb, wie auch prima la musica, PODIUM.JAZZ.POP.ROCK…, von MUSIK DER JUGEND. Die Bundesgeschäftsführerin Mag. Natalie Nicole Glanzmann im Gespräch mit Michael Ternai über die Ziele des Wettbewerbs, die Situation der Musikschulen sowie über die bemerkenswerte Qualität der jungen MusikerInnen.

Michael Ternai: Können Sie mir etwas über das Projekt „Musik der Jugend“ erzählen? Wann ist das Projekt gegründet worden, wie lauten dessen Ziele?

Natalie Glanzmann:
„Musik der Jugend“ wurde 1994 im Rahmen der Landeskulturreferenten-konferenz in Retz als die österreichweite Organisation zur Durchführung von Jugendmusikwettbewerben im Auftrag der Länder und des Bundes gegründet. Die ersten prima la musica Wettbewerbe auf Landesebene fanden schließlich 1995 erstmals statt.  Die österreichischen Jugendmusikwettbewerbe sind im Länderverbund ein ganz besonderes Konstrukt, weil hier wirklich alle Bundesländer am gleichen Strang ziehen und zusammenarbeiten, um die motivierten jungen MusikerInnen, die eine Amateur-, aber zum Teil auch Profikarriere anstreben, im Wettstreit gegeneinander antreten zu lassen und somit die musikalische Entwicklung entscheidend fördern.

Das Ziel von „prima la musica“ ist in erster Linie Kinder und Jugendliche fürs gemeinsame Musizieren und für einen fairen, musikalischen Wettstreit zu begeistern. Die Leistungsbereitschaft der jungen MusikerInnen und Musiker ist dabei oft unglaublich, zugleich sind die Leistungen sehr beeindruckend. Wichtig ist uns jedoch auch eine entsprechende Nachbetreuung der TeilnehmerInnen und ein pädagogisch wertvolles Feedback unmittelbar nach der Ergebnisbekanntgabe. Zum anderen versuchen wir, die besten unter der Vielzahl der TeilnehmerInnen in anschließenden Fördermaßnahmen zu betreuen, die natürlich immer nur einen kleinen Kreis derer betreffen können, wenn man die Vielzahl der Mitwirkenden bedenkt. Eine besondere Wechselwirkung zwischen Wettbewerb und Ausbildungssituation war und ist in den letzten Jahren eine positive Nebenerscheinung des Wettbewerbes.

In den letzten 15, 16 Jahren, seit es den Wettbewerb in Österreich gibt, konnte man etwa beobachten, dass sich durch den Wettbewerb die instrumentale Szene und Schwerpunkte im positiven Sinn verschoben haben. Zum Beispiel weiss man, dass  sich die Streicherszene noch vor einigen Jahr sehr stark auf Wien und Salzburg konzentriert hat – die Schwerpunkte haben sich hin zu einer größeren Vielfalt verschoben. Heute lässt sich nicht mehr so klar festmachen, dass etwa Salzburg das Streicher-Bundesland ist und Tirol das Bläserbundesland. Die Grenzen verschwimmen zunehmend, hier wirkt der Wettbewerb als solcher natürlich auch positiv mit.

Neben dem prima la musica gibt aber unter dem Dach  von MUSIK DER JUGEND noch zwei weitere Wettbewerbe, die auf Bundesebene veranstaltet werden:  und zwar den „GRADUS AD PARNASSUM“, der ja vor kurzem erst in Wien bereits zum 15. Mal durchgeführt wurde – diesen Wettbewerb gibt es seit 1996 – und den „PODIUM.JAZZ.POP.ROCK… Wettbewerb“, der auch vor kurzem zum 2. Mal im Rahmen der MUSIC AUSTRIA- der internationalen Musikmesse in Ried über die Bühne ging. Wir bedienen damit mit unseren insgesamt 3 Wettbewerben eine Vielzahl an jungen MusikerInnen, die sich am Wettbewerbsgeschehen beteiligen können. Das Angebot erstreckt sich für Teilnehmer ab 6 bis 28 Jahren von der ernsten Musik über die Bereiche Pop und Rock bis hin zur Kammermusik.
 
Michael Ternai: Wie wichtig ist es eigentlich so ein breites Spektrum abzudecken? Sie haben gesagt, dass der „PODIUM.JAZZ.POP.ROCK…“ erst vor 2 Jahren ins Leben gerufen wurde. Für wie wichtig halten sie die musikalische Ausbildung von Jugendlichen in Österreich? In wieweit sind die Wettbewerbe Ansporn dafür, dass die Jugendlichen an die Musikschulen gehen?

Natalie Glanzmann:
Ich denke, dass es sehr wichtig ist, dass sich das Ausbildungsangebot auch im Wettbewerbsangebot widerspiegelt – diesem Anspruch werden wir mit dem breit gefächerten Angebot von MUSIK DER JUGEND gerecht. Ob der Wettbewerb direkt einen Anreiz leistet, dass sich mehr Jugendliche für ein Instrument begeistern, halte ich eher für unwahrscheinlich. Vielmehr denke ich, dass ein Konzertbesuch oder ein musikalisches Erlebnis einen Anstoß für das Erlernen eines Instrumentes geben kann. Vereinzelt wird die Motivation womöglich schon darin entstehen, dass man vielleicht einmal die Schwester oder einen Freund in der Zeitung mit der prima la musica-Urkunde abgebildet sieht oder sich wünscht, auch einmal beim Preisträgerkonzert auf der Bühne eines großen Konzertsaales zu stehen.

Ich denke, dass ein Wettbewerb vielen Jugendlichen einen Anreiz bietet, sich mit Gleichaltrigen zu messen – das kennt man ja auch aus dem Sport und das lässt sich auch auf die Musik übertragen. Insofern bin ich der Meinung, dass der Wettbewerb für diejenigen, die wirklich etwas über den Durchschnitt hinaus leisten wollen, wichtig ist, weil er auch voraussetzt, sich mit gewissen Werken oder mit dem eigenen Instrument intensiver auseinanderzusetzen. Die musikalische Ausbildung ist für eine Wettbewerbsteilnahme naturgemäß Voraussetzung und damit ein entscheidender Faktor und von großer Wichtigkeit, dass diese professionell und unter guten Bedingungen passiert.

Michael Ternai: Es wird immer wieder auf den integrativen Charakter von Musik für Jugendliche hingewiesen. Wie sehen sie das? Wie wichtig ist die soziale Komponente der Musik?

Natalie Glanzmann:
Die soziale Komponente ist mit Sicherheit ein wichtiger Faktor – das aufeinander Hören beim Ensemblespiel, Teamfähigkeit, etc.  – alles Kompetenzen, die man sich beim Musizieren  erwerben kann und die man im späteren Leben, selbst wenn man nicht eine musikalische Karriere einschlägt, im Berufsleben in anderer Form gut brauchen kann. Beim Solo-Spiel trifft dies vielleicht weniger zu, aber bei größeren Besetzungen und Ensembles, wo ein jeder  seine eigene Position finden muss, sind dies wichtige Faktoren. Aber nicht nur im Rahmen eines solchen Wettbewerbes, generell, so glaube ich, fordert das gemeinsame Musizieren eine sehr hohe soziale Kompetenz und Engagement.

Michael Ternai: Was sagen sie zur spielerischen Fähigkeit, zur Qualität der Musiker?

Natalie Glanzmann:
Die gebotene Qualität bei allen drei Wettbewerben, aber auch bereits bei den Landeswettbewerben ist schon ganz bemerkenswert. Diese Rückmeldung hört man auch immer wieder, wenn man mit Vorsitzenden, mit Vertretern von Fachbereichen und mit Jury-Mitgliedern spricht. Das Niveau ist in den letzten Jahren ungemein gestiegen. Man kann das zum Beispiel an den Programmen festmachen: Wenn man heutige Programme mit denen von vor 5,6 Jahren in einer bestimmten Altersgruppe – insbesondere in der Altersgruppe der 10 bis 13 Jährigen – vergleicht, dann kann man  sehr große Unterschiede festmachen und eine sehr positive Weiterentwicklung auch auf der Qualitätsebene feststellen.

Michael Ternai: Haben sie auch das Gefühl, dass die jungen Musiker anders, sagen wir mal experimenteller an die Sache herangehen, und  Interesse haben, Neues zu probieren? Sozusagen über die eigenen Grenzen hinweg schauen.


Natalie Glanzmann:
Ja schon – ganz besonders im Bereich der Kammermusik in offenen Besetzungen – einer Wertungskategorie die die Vielfalt von Instrumenten in teils kuriosen Besetzungen einfordert.  Hier ist in der Programmauswahl und Erfüllung der Ausschreibungsanforderungen auch Kreativität gefragt. Aber auch die Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen Musik wird vom Wettbewerb beim prima la musica und GRADUS AD PARNASSUM ganz stark eingefordert: beim prima la musica wird im Programm verpflichtend ein Werk der letzten 30 Jahre verlangt. Wir zwingen den Musiker sozusagen zur Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik. Das führt sogar so weit, dass sich die jungen Musiker zum Teil selbst als Komponisten betätigen, sich hinsetzen und selbst etwas komponieren. Die kreative Ader der jungen Teilnehmer wird dadurch mit Sicherheit zusätzlich angeregt. Beim GRADUS AD PARNASSUM werden für die Solokategorien eigens Auftragswerke vergeben, die dann beim Wettbewerb uraufgeführt werden – eine ganz besondere Wechselwirkung.

Michael Ternai: Und inwieweit binden Sie für ihre Projekte die Musikschulen mit ein? Haben Sie regen Kontakt zu diesen?

Natalie Glanzmann:
Wir haben durch die Zusammensetzung des Beirates von MUSIK DER JUGEND, der inhaltlich die Ausrichtung der Wettbewerbe verantwortet und sich aus VertreterInnen der Musikschulwerke, aber auch aus DirektorInnen und Vertretern der Konservatorien, Privat- und Musikuniversitäten rekutriert, einen ganz intensiven Kontakt zu den musikalischen Ausbildungsstätten in ganz Österreich. Dieser enge Kontakt ist selbstverändlich für die Verankerung des Wettbewerbes sehr wichtig und ganz bewusst so gewählt.

Michael Ternai: Weil wir gerade beim Thema Musikschulen sind. Wie sehen sie die Lage der Musikschulen in Österreich generell? Denn Ganztagsschulen würden ja die Arbeit in den Musikschulen erschweren. Ganz einfach weil die Kinder dann ja mehr an die Schule gebunden sind und weniger Zeit hätten, um noch an die Musikschule zu gehen.

Natalie Glanzmann:
Das kann ich nur unterstreichen. Das ist mit Sicherheit ein großes Thema. Da ist die Politik gefordert, sich endlich Konzepte zu überlegen, wie man in Österreich die Ausbildung derer fördert, die wirklich ein Instrument lernen wollen. Wenn man den ganzen Tag an der Schule ist, wird sich das kaum bis gar nicht vereinbaren lassen. Bisher gibt es leider noch keine zufriedenstellende Lösung. Erschwerend kommt hinzu, dass die Voraussetzungen in den Bundesländern unterschiedlich sind. Es ist daher schwer, eine generelle Aussage zu treffen. Mit Sicherheit wird es aber für jene Kinder, die ein Instrument lernen wollen, schwierig, wenn sie den ganzen Tag in der Schule verbringen müssen. Es reicht zudem für das Erlernen eines Instrumentes auf dem Wettbewerbsniveau nicht aus, einmal in der Woche zum Klavierunterricht zu gehen. Man muss schon viel Zeit mit Üben verbringen, im besten Falle jeden Tag, mehrere Stunden. Und dazu benötigt man eben Zeit, die beim Projekt Ganztagsschule nicht bedacht wurde.

Es gibt ja in ganz Österreich zigtausende Musikschüler, und der Wettbewerb versammelt ja nur die Spitze derer, die am Instrument etwas bewegen wollen. So fährt ja nur ein kleiner Bruchteil aller musizierenden SchülerInnen zum Bundeswettbewerb – auch wenn dies mittlerweile in 19 verschiedenen Kategorien aus allen Bundesländern zwischen 800 und 900 LandespreisträgerInnen sind. Anders als bei Medizin oder Jus muss bei einer beabsichtigten Musikerkarriere – sei es als Orchestermusiker, Lehrender oder auch als Solist – der Grundstein in der Kindheit und Jugend gelegt werden und die Vorbereitung durch intensives Üben am Instrument passieren – dafür leisten die Musikschulen einen ganz unschätzbaren Beitrag. Dafür ist es natürlich auch wichtig, dass man entsprechend früh die Möglichkeit hat, ein Instrument erlernen zu können und adäquate Rahmenbedingungen durch das Schulsystem gewährleistet werden.

Michael Ternai: Wenn sie jetzt die Musikausbildung in Österreich mit anderen Ländern der EU vergleichen, wie stellt sich da die Situation dar? Kann man sagen, dass die Ausbildung in Österreich gut funktioniert?

Natalie Glanzmann: Ausgehend von den Teilnehmerzahlen und Qualität bei unseren Jugendmusikwettbewerben kann man nur von einer sehr guten Ausbildungssituation sprechen, die unbedingt bewahrt und gepflegt werden sollte. Im europäischen Wettbewerbsvergleich hat der prima la musica etwa Vorbildwirkung für die Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbe gehabt.  Das Konzept von „prima la musica“ mit mehreren gleichwertigen Preisen – ersten, zweiten oder dritten Preisen motivierend auf die weitere Entwicklung der TeilnehmerInnen zu wirken ist ganz speziell und findet große Zustimmung. Summa summarum denke ich schon, dass wir hinsichtlich der Ausbildungssituation im Vergleich zu anderen Ländern sehr gute Bedingungen haben.

Michael Ternai: Haben Sie selber schon internationale Wettbewerbe veranstaltet?

Natalie Glanzmann:
Wir veranstalten ausschließlich österreichische Wettbewerbe und keine internationalen. Wir sind als nationaler Musikwettbewerb Mitglied der europäischen Wettbewerbsunion und im Austausch und engem Kontakt mit benachbarten Jugendmusikwettbewerben. Aber „Musik der Jugend“ richtet keine internationalen Wettbewerbe aus, das ist nicht Teil unseres Auftrages.

Michel Ternai: Seitdem sie dabei sind, haben sie schon irgendwelche Erfolgsgeschichten mitbekommen? Hat sich jemand, der bei den Wettbewerben teilgenommen hat in späterer Folge musikalisch etablieren können?

Natalie Glanzmann:
Es gibt immer wieder besonders herausragende MusikerInnen. Wenn man etwa an das Acies-Quartett denkt, welches 2006 den Klassik Preis gewonnen hat. Oder das Minetti Quartett, das Eggner-Trio, die  jetzt mittlerweile national und international auf den Konzertbühnen vertreten sind – eine Genia Kühmeier, die bereits bei den Salzburger Festspielen aufgetreten und auf den großen Konzertbühnen vertreten ist. Wir versuchen auch immer die Klassik- Preisträger, welche aus dem „Gradus ad Parnassum“ als Gewinner herausgehen entsprechend weiter zu betreuen. Es gibt etliche Namen, die man nennen kann, die man immer wieder in diversen Konzertprogrammen vorfindet.

Unser Anliegen ist es neben der Ausrichtung der Wettbewerbe, dass wir die jungen Musiker nach dem Wettbewerb nicht ganz alleine lassen und ihnen etwa durch Kooperationen, zum Beispiel mit den Steinway-Häusern, Konzertauftritte ermöglichen. Eine besondere Stellung nimmt hierbei auch das Brucknerhaus mit dem Bruckner-Orchester ein, die dem Klassik-Preisträger einen Auftritt in Linz ermöglichen. Das hat mittlerweile bereits Tradition und ist für die MusikerInnen ein unglaubliches, einmaliges Erlebnis. Aufgrund der hervorragenden Erfahrungen, die wir mit dem Bruckner Orchester gemacht haben, wünschen wir uns natürlich auch von anderen Orchestern und Häusern, dass sie den jungen Preisträgern, die ja wirklich ganz herausragende Leistungen vollbringen, die Möglichkeit bieten, im großen Rahmen ihr Können unter Beweis stellen zu können. Das ist ja u.a. ein essentieller Bestandteil eines solchen Wettbewerbes, den Preisträgern Auftrittsmöglichkeiten zu bieten und sie nicht nur mit dem Preisgeld nach Hause zu schicken.

Michael Ternai: Sie haben gerade das Bruckner-Orchester erwähnt. Ist das etwa in anderen Bundesländern nicht der Fall, dass der Preisträger in so ein großes Projekt mit eingebunden wird?

Natalie Glanzmann:
Leider nein, in diesem Fall ist es wirklich so, dass das Bruckner-Orchester hier eine österreichweite Vorreiterrolle gemeinsam mit dem Brucknerhaus einnimmt und Preisträgern des  GRADUS AD PARNASSUM einen oder zwei Programmpunkte im Rahmen des “Debut in Linz” widmen.
 
Michael Ternai: Wenn Sie vielleicht in die Zukunft blicken. Was sind die zukünftigen Pläne? Wird es noch weitere Wettbewerbe geben, eine neue Schiene?

Natalie Glanzmann:
Nein. Ich denke, dass wir mit unseren drei Wettbewerben jetzt wirklich ein sehr großes Spektrum abdecken – zusätzlich wurde die Schiene der instrumentalen Wettbewerbe beim prima la musica um den Kompositionswettbewerb “Jugend komponiert” in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Komponistenbund erweitert – ein Projekt, das wir gerne fortsetzen möchten. Wir hoffen, dass sich „PODIUM.JAZZ.POP.ROCK…“ weiterhin gut etablieren wird können und sich auch der „GRADUS AD PARNASSUM“ in der Wettbewerbs-Szene als nationaler Spitzenwettbewerb noch besser positioniert. Der „prima la musica“ wird weiter als der Wettbewerb bestehen bleiben, der eigentlich für die größte Teilnehmergruppe steht. Wir haben beim Bundeswettbewerb wie bereits erwähnt etwa eine Größenordnung von 800 bis 900 Personen. Worauf wir zukünftig jedoch noch mehr achten werden, ist die Qualität noch weiter voranzutreiben.

Michael Ternai: Zum Schluss noch eine etwas persönlichere Frage. Glauben sie, dass sich Österreich in 30,40, 50 Jahren immer noch als so ein herausragendes Musikland bezeichnen kann?

Natalie Glanzmann:
Naja, 50 Jahre ist jetzt ein bisschen weit nach vor gedacht. Ich hoffe schon, dass sich die jungen Musiker auch zukünftig begeistern lassen und Widrigkeiten, die gewisse Situationen mit sich bringen können, entgegenwirken, damit wir uns auch in 50 Jahren mehr denn je als Musikland positionieren können. Wir haben wirklich die besten Ausbildungsinstitute in unserem Land, wir haben Studenten aus der ganzen Welt in Österreich. Nachdem ich ein optimistischer Mensch bin, hoffe und denke ich, dass das in 50 Jahren auch noch so sein wird.

 

http://www.musikderjugend.at