mica-Interview Everything But Giants

Ende letzten Jahres haben Bennie Benson, Little Konzett, Markus Birkle und Markus Bodenseh alias Everything But Giants mit einer beeindruckenden Debut-EP die Aufmerksamkeit der musikinteressierten Öffentlichkeit auf sich gelenkt. Im Interview mit Michael Masen sprechen sie über die Arbeiten zu dieser Veröffentlichung und ihre weiteren Pläne.

Vor kurzem ist eure erste EP erschienen. Wie lange habt ihr an den Stücken dafür gearbeitet bzw. wie viel Zeit habt ihr im Studio verbracht?

Bennie Benson: Die Stücke zu schreiben, ist bei uns ein relativ spannender Prozess, weil wir aus drei verschiedenen Himmelsrichtungen kommen. Der Schlagzeuger ist aus Feldkirch, ich bin aus Augsburg und die beiden anderen hier kommen aus Stuttgart. Deswegen dauert bei uns der Songwriting-Prozess an sich vielleicht ein wenig länger als bei anderen Bands. Wobei wir mittlerweile ganz gut herausgefunden haben, wie wir das am besten hinbekommen.

Für mich war das alles relativ lustig, weil wir einfach mal aufgenommen haben und zu diesem Zeitpunkt überhaupt noch nicht klar war, dass das später veröffentlicht wird. Wir wollten einfach nur mal so für uns aufnehmen.

Markus Birkle: Wir wollten ursprünglich einfach nur mal schauen, wie das was wir aufgenommen haben, denn so klingt. Irgendwann haben wir aber einfach weiter gearbeitet, haben ausgewählt, die Vocals noch mal aufgenommen, ein wenig editiert, ein paar Overdubs gemacht und dann waren wir auch schon fertig. Letzten Endes haben wir aber nicht alle Stücke, die da mitgeschnitten wurden, genommen sondern uns dazu entschlossen, erstmal eine EP zu machen, weil wir uns für die Platte dann doch mehr Zeit nehmen wollen.

Wenn ihr mehr Stücke hattet, nach welchen Kriterien habt ihr die vier Songs ausgewählt, die es letztendlich auf die EP geschafft haben?

Markus Bodenseh: Wir haben uns da schon Gedanken gemacht und nicht irgendwas genommen. Wir haben einfach geschaut, was am besten geworden ist und welche Stücke zusammen passen.

Bennie Benson: Ein wichtiges Kriterium war auch, welche Aufnahmen am meisten die Stimmung einfangen konnten und welche uns als Band am besten repräsentieren. Im Nachhinein war mir dann erst klar, dass es am Ende vier Stücke geschafft haben, die wirklich alle für sich stehen und auch ein wenig die Vielseitigkeit unserer Band zeigen.

Zu welchem Zeitpunkt der Aufnahmen habt ihr gemerkt, dass ihr das jetzt nicht mehr bloß zum Spaß macht, sondern dass ihr gerade dabei seid, eine EP aufzunehmen? Hat es da irgendein Schlüsselerlebnis gegeben?

Markus Birkle: Spaß war das noch nie. Das war schon immer ernst gemeint. Also, natürlich macht uns das Spaß, aber wir gehen da schon immer professionell an die Sache heran. Gerade, weil wir ja aus drei verschiedenen Himmelsrichtungen kommen, haben wir auch keine Zeit zu vergeuden. In dieser Hinsicht sind wir schon immer sehr produktiv.

Also war Everything But Giants von Anfang an als vollwertige Band angelegt und nicht bloß als “Spaßprojekt” neben euren anderen Bands.

Markus Bodenseh: Ja, auf jeden Fall. Der Zeitpunkt, wann es klar war, dass das jetzt veröffentlicht wird, ist finde ich gar nicht so wichtig, weil wenn man aufnimmt, sich eine Arbeit macht, sprich, einen Tag lang alles aufbaut, mikrofoniert und den Sound checkt, dann macht man das ja auch nicht für die Katz. Wir haben bei diesen Sessions auch extrem viel gespielt, bis spät in die Nacht hinein. Man benötigt teilweise viel Zeit, um eine gewisse Energie und eine gewisse Stimmung einfangen zu können.

Wusstet ihr schon zu Beginn, wo ihr mit den Songs hin wollt, oder hat sich das wirklich erst im Laufe der Arbeiten entwickelt?

Markus Birkle: Wenn wir im Proberaum sind, dann probieren wir Stücke auf viele verschiedene Arten und Weisen aus, zum Teil komplett ohne Vorgaben, zum Teil auch wieder mit Skizzen. Mit der Zeit gestaltet sich immer mehr heraus, was dem Song gut tut und welche Rhythmen, Harmonien und Stimmungen am besten passen. Man tastet sich also immer ein wenig näher an das optimale Ergebnis heran. Irgendwann fühlt es sich dann gut an oder man merkt später beim Hören, “ja, das ist großartig”.

Little Konzett: Der Prozess selbst ist ja auch nie abgeschlossen. Es geht immer weiter. Es gibt auch Nummern, die nehmen wir mit auf die Bühne, das sind Hammer-Stücke, zu denen es immens positives Feedback vom Publikum gibt, aber wenn wir mit denen dann mit einer großen Erwartung ins Studio gehen, sind das vielleicht gar nicht mehr die besten Sachen. Das hängt immer sehr davon ab, wie man es erwischt. Wir nehmen uns auch eigentlich nie vor, “so, jetzt gehen wir ins Studio”, sondern die Aufnahmen sind immer bloß eine “Nebenerscheinung”. Es ist alles ein laufender Prozess und nicht so, dass wir zuerst alles im Proberaum bis zur Perfektion üben und dann erst ins Studio gehen. Die ganze EP ist aus so einem laufenden Prozess heraus entstanden.

Die EP ist also eigentlich eine Momentaufnahme, kann man das so sagen?

Little Konzett: Ja, auf jeden Fall. Man probiert einfach herum. Das Tolle dabei ist auch, dass obwohl man bereits das Gefühl hatte, “ok, der Take war jetzt nicht so schlecht”, man trotzdem immer weiter macht.

Markus Bodenseh: Es gab da wirklich spannende Momente: Für den ersten Song der EP haben wir beispielsweise gefühlte 60 Takes gespielt. Ich habe mir immer gedacht, “der war jetzt geil” und die Jungs haben aber gemeint, “nein, lass uns noch weiter machen, das wird noch besser”. Und irgendwann kommt man an einen Punkt, wo es wirklich für alle cool ist. Spannend ist auch immer der Morgen danach. Wenn man dann nach so einem langen Tag noch mal alles anhört und erst mitbekommt, was da wirklich alles passiert ist. Man befindet sich ja da in einer Art Trance, in die man sich mit der Zeit hinein spielt.

Wie entscheidet ihr letztendlich, wann ein Song wirklich fertig ist?

Bennie Benson: Bei so einer wichtigen Entscheidung wird immer gemeinsam drüber gesprochen und im Zweifelsfall wird der Song eben noch mal gespielt. Ich fände es bescheuert, da so eine Art Mehrheitsentscheidung zu machen, weil in einer Band eben jedes einzelne Mitglied das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit gut finden muss. Einsprüche haben ja auch immer eine Berechtigung und im Nachhinein passt es dann wirklich jedes Mal, dass man es noch mal neu probiert hat. Das Ergebnis gibt einem da schon immer recht.

Erschienen ist die EP auf loEnd Records. Wie seid ihr auf dieses Label gekommen?

Little Konzett: Das ist mein Label, welches anfangs eigentlich aus einer Notsituation heraus entstanden ist. Ich habe schon immer Platten gemacht und irgendwann hatte ich es einfach satt, Tapes zu verschicken und zu warten, bis irgendjemand das vielleicht raus bringen möchte. Also habe ich die Sachen irgendwann einmal an jemanden, geschickt, der das was ich mache, wirklich versteht – an mich selbst.

Wird das der EP nachfolgende Album dann ebenfalls auf loEnd erscheinen, oder wollt ihr da doch noch mal eure Fühler in andere Richtungen ausstrecken?

Little Konzett: Das ist noch alles offen. Bei loEnd Records haben wir aber halt mittlerweile Vertriebe und Promoter im In- und Ausland, eine Art Baukasten-System, wo man einfach nach den jeweiligen Bedürfnissen seine Partner modular zusammen stellen kann. Von daher brauchen wir jedenfalls kein größeres Label. Wir recorden, wir mischen und wir mastern in unseren eigenen Studios und loEnd hat sich nun auch schon als Label im Indie-Bereich gefestigt. Wir haben drei Mat Boroff-Platten veröffentlicht, das neue Netzer-Album und die neue Mat Boroff wird ebenfalls hier erscheinen. Was wir mit den Giants machen, wird sich aber noch zeigen.

Der Vorteil bei loEnd ist aber jedenfalls, dass wir da keine Verträge abschließen müssen, sondern uns wirklich darauf konzentrieren können, was der Band gut tut. Wenn sich etwas Anderes ergibt, soll es uns aber genauso recht sein. Es muss halt einfach für die Band gut sein. Wir haben mittlerweile ja doch schon einige Erfahrungen gemacht und auch genaue Vorstellungen, wie so eine Zusammenarbeit aussehen soll. So ganz blauäugig gehen wir an so eine Sache sicher nicht heran. Die EP auf loEnd rauszubringen war jedenfalls die richtige Entscheidung.

Wie koordiniert ihr untereinander die Proben? Ihr kommt ja doch aus verschiedenen Ecken.

Markus Birkle: Wir planen das schon immer genau und leben dann auch immer mal für ein paar Tage oder eine Woche in derselben Stadt. Da arbeiten wir dann ziemlich intensiv den ganzen Tag lang bis spät in die Nacht hinein. Das ist schon immer sehr schön, weil man auch auf eine bestimmte Art lebt. Wir sind viel näher zusammen, als wenn jeder in derselben Stadt wohnen würde und nach der Probe einfach nach Hause fahren könnte. Und wenn wir in Österreich sind, habe ich nichts außerhalb dieser Band und das Gleiche gilt, wenn die anderen in Stuttgart sind.

Little Konzett: Es ist tatsächlich so, dass wir einen Jahresplan machen, wann wir Zeit haben und in dieser Zeit widmen wir uns ausschließlich unserer Band. Es handelt sich aber dabei keinesfalls um ein bloß temporäres Projekt. Außerdem ist es ja nicht so, dass wir zwischen den Treffen überhaupt nichts für die Band machen. Es arbeitet jeder an Songs, das geht auch gut alleine. Man kann sich Skizzen machen, es muss Promo gemacht werden, es müssen Gigs organisiert und Kontakte geknüpft werden. Da ist schon eine Menge Arbeit, die man ohnehin nicht als Gruppe machen kann und wo man sich eher behindern würde, wenn man zu viert an die Sache heran geht.

Gibt es bei euch eine Art “Hauptsongwriter”, der zuerst mal das Song-Grundgerüst erschafft, um das herum dann das Stück entsteht?

Markus Bodenseh: Eigentlich schreibt bei uns jeder. Jeder kommt mit einer Idee ins Studio oder in den Proberaum und diese wird dann.

Bennie Benson: .komplett über den Haufen geworfen und etwas komplett Neues gemacht. Nein, das ist schon eine spannende Angelegenheit, weil jeder irgendwas auf den Tisch hin knallt, von dem aus man dann weiter arbeitet und wenn man das Gefühl hat, dass man eine gute Richtung eingeschlagen hat, aber im Moment nicht weiter kommt, dann nimmt man sich eben gleich wieder die nächste Idee vor. Am Ende des Tages hat man irgendwann einmal ein paar Skizzen, die sich schließlich im Laufe der Zeit zu einem Song entwickeln.

Markus Birkle: Es ist aber nicht so, dass jeder alleine seinen Part für sich zu Hause bastelt. Der Song selbst wird schon gemeinsam erarbeitet. Es ist immer nur so eine Idee, die man mitbringt. Einmal ist diese Idee ausgefeilter und dann wieder nur in Ansätzen vorhanden, die man einfach mal so hinwirft und damit herum probiert.

Ihr seid ja auch noch alle in anderen Formationen aktiv. Wisst ihr da schon immer genau, für welche Band ihr eine musikalische Idee verwenden wollt?

Markus Bodenseh: Total. Mir ist das schon immer sofort klar.

Bennie Benson: Das hängt auch damit zusammen, dass alle Projekte von uns stilistisch sehr klar voneinander getrennt sind. Eine Idee für die Giants lässt sich eben nicht so einfach beispielsweise in ein Progressive-Post-Rock-Projekt einbringen.

Little Konzett: Wenn ich schreibe, muss ich mir erst mal Zeit dafür nehmen. Und wenn ich das mache, dann ist es schon immer so, dass ich genau weiß, für welche Band ich jetzt was machen möchte. Da bin ich schon ein Stück weit fokussiert. Was dabei heraus kommt, ist immer ungewiss, aber ich weiß schon immer, dass es eben für die Band ist, für die zu arbeiten ich mich hingesetzt habe.

Wenn ihr mit Everything But Giants auftretet, ist es euch da lieber, mit stilistisch ähnlichen Bands zu spielen oder bevorzugt ihr eine Art Kontrastprogramm?

Bennie Benson: Ich für mich muss sagen, wenn ich selbst zu einem Konzert gehe, finde ich es immer ganz spannend, wenn sich die Support-Band stilistisch vom Headliner unterscheidet. Vielleicht bin ich da als Musiker aber auch offener eingestellt, als der Durchschnittshörer. Ich glaube, der normale Konsument begrüßt es eher, wenn alle Bands in dieselbe Richtung gehen.

Wir haben beispielsweise nächste Woche eine Show in Augsburg, wo wir auch Veranstalter sind und da habe ich auch wert darauf gelegt, dass vor uns nur ein Singer/Songwriter Support macht. Wir selbst geben ja auch nicht immer nur Vollgas, sondern haben auch viele ruhige Nummern im Set und die Vorgruppe soll auch so ein bisschen darauf einstimmen.

Wie sind in dieser Hinsicht eure Erfahrungen bezüglich Publikumsreaktionen? Gerade auch, wenn ihr selbst für eine andere Band Support spielt.

Markus Bodenseh: Ich finde, es ist wirklich wichtig, dass man in den Köpfen der Leute etwas verändert. Diese Stilistik-Kacke geht einem doch echt auf den Wecker. Man will immer alles einordnen und in Schubladen stecken. Tatsächlich geht es aber um Musik und nicht um Stilistiken. Auch als Band muss man sich da frei machen und herausfinden, wer man ist und was man überhaupt machen möchte.

Werden auf eurem kommenden Album vielleicht Stücke von der EP noch mal in anderer Form zu hören sein, oder habt ihr mit den alten Sachen, was Aufnahmen betrifft, bereits abgeschlossen?

Bennie Benson: Spannend fände ich das schon. Wir haben da aber noch nicht konkret drüber gesprochen.

Little Konzett: Ich glaube, das ist genau das Thema, mit dem wir uns noch auseinander setzen müssen. Wir werden sicher alles noch mal aufnehmen. Bei so was gewinnt und verliert man aber immer gleichzeitig. Wir können auf jeden Fall die Songs dieser EP noch mal aufnehmen, ob sie aber besser werden, kann niemand sagen. Da geht es immer um den Moment. Du kannst zwar mit besserem Equipment aufnehmen, aber trotzdem triffst du einfach nicht den Punkt, um es so hinzubekommen, wie du willst. Das Ergebnis ist dann zwar nicht schlechter, aber doch anders eben.

Nur weil man besseres Equipment zur Verfügung hat, heißt es also nicht automatisch, dass der Output dadurch besser wird. Wir machen ja ständig Demos, ziehen einfach unser Ding durch und am Schluss geht dann alles durch ein Sieb und was durchfällt, fällt eben durch. Es geht auch gar nicht so sehr um eine Wertung, was besser und was schlechter ist, sondern viel mehr darum, ein rundes Ding zu machen.

Da ihr ja kein Label im Rücken habt, würde es theoretisch ja auch machbar sein, vom Format “Album” abgehen zu können und stattdessen, die Stücke über eure Homepage anzubieten. Gibt es dahingehend irgendwelche Überlegungen?

Markus Birkle: Nein, das steht nicht zur Debatte.

Bennie Benson: Wir sind alle Musikliebhaber und die Songs entstehen auch in einer gewissen Zeit. In dieser Zeit erlebt man verschiedene Dinge, die sich beispielsweise auch in den Texten niederschlagen, so dass bereits von dieser Seite her ein Zusammenhang gegeben ist. So ein Album erzählt also schon auch eine Geschichte. Für mich ist es also völlig indiskutabel, Songs als einzelne MP3s zu verkaufen.

Markus Bodenseh: Ich nutze zwar auch MP3s, weil sie eben praktisch sind, aber ein toller Klang ist was Anderes. Jedenfalls ist ein Album durch nichts zu ersetzen. Alleine aus ästhetischen Gründen möchte ich für uns unbedingt ein Album haben. Wir geben uns wahnsinnige Mühe, das alles gut klingen zu lassen und das dann aber als MP3 zu verkaufen, wäre Wahnsinn. Vollkommener Quatsch.

Ihr habt bereits erwähnt, dass es euch sehr um das Einfangen eines bestimmten Moments geht. Da würde sich ein Live-Album doch geradezu aufdrängen. Gibt es Überlegungen in diese Richtung?

Markus Birkle: Momentan ist das kein Thema, aber später vielleicht irgendwann einmal. Was ja momentan immer mehr in den Vordergrund rückt, ist das Video an sich. Und da könnte ich mir vorstellen, dass wir mal eine Session spielen, in einer schönen Location, die einfach mal gefilmt wird und das dann in Form einer Live-DVD veröffentlichen. Darüber haben wir uns aber noch keine großartigen Gedanken gemacht.

An die Aufnahmen einer Live-DVD müsste man dann ja wahrscheinlich auch professioneller herangehen, etwa mit mehreren Kameraeinstellungen, etc.

Markus Birkle: Ich finde, das muss gar nicht sein. Ein nichtmusikalisches Beispiel: Josef Hader sitzt bei seinem Programm “Privat” zwei Stunden lang nur auf einem Hocker rum und erzählt. Die Kameraeinstellungen interessieren mich dabei nicht, wenn die Geschichte gut ist. Bei der Musik ist es genauso. Ich finde es spannend, wenn ich mir Videos von Bands anschaue und beobachten kann, was da gerade passiert und wie die das machen. Durch das Internet hat man ja mittlerweile auch viel mehr Möglichkeiten, so was sehen zu können. Auch Aufnahmen aus den Proberäumen. Ich finde das sehr interessant.

Markus Bodenseh: Eine Idee wäre es auch, während der Albumaufnahmen einen Teil davon mitzuschneiden und so den Entstehungsprozess filmisch zu dokumentieren. Einfach nur, um das mal gemacht zu haben. Wenn wir so etwas machen, werden wir uns aber auf jeden Fall etwas einfallen lassen. Auf Klischees haben wir nämlich überhaupt keine Lust.

Ein paar Tage lang ist die EP jetzt ja schon zu haben. Wie sind generell die Reaktionen darauf?

Bennie Benson: Es ist halt so, dass wir nun mal keine kommerzielle, leichte Popmusik machen. Man muss sich schon Zeit nehmen, unsere Sachen öfter zu hören. Man muss sie entdecken und ich freue mich gerade darüber, dass die Leute das tatsächlich machen und auch wirklich von unserer EP begeistert sind. Das ist eigentlich das Größte, was einem passieren kann.

Seht ihr eure Musik eher als etwas, das man konzentriert zu Hause hört, oder doch eher auch in Gesellschaft bzw. auf Partys o.Ä.?

Markus Birkle: Das ist ja immer wieder das Spannende an Musik, auch für mich. Ich habe Platten zu Hause, die kann ich im Sommer nicht hören. Die packe ich dann wirklich im Herbst erst wieder aus. Das ist jedem selbst überlassen, wie es bei ihm funktioniert. Ich setze mich oft mal eine Stunde lang zu Hause hin und höre nur Musik und würde mich freuen, wenn das andere Leute bei unserer Musik auch machen. Aber letztendlich ist da jeder verschieden.

Vielen Dank fürs Interview.

 

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