
Das Schöne an solchen Formation, wie auch das Philipp Kienberger Quartett eine ist, ist, dass man im Grunde genommen im Vorhinein keine Ahnung hat, wohin einen die musikalische Reise letztlich führen wird. Im Spannungsfeld zwischen Komposition und Improvisation kann viel passieren. Und genau in diesem Feld agiert auch die Gruppe rund um den Bassisten Philipp Kienberger. Was auf dem Programm steht, ist alleine die vielfältige Lebendigkeit der instrumentalen Interaktion, das ständige kreative Hin und Her, das spontane Zuwerfen und Weiterverarbeiten von Ideen, sowie ein im Vorhinein unbekanntes Ziel. Man muss sich schon überraschen lassen und sich auch auf das klangliche Geschehen einlassen, um es als packendes Erlebnis genießen zu können.
Philipp Kienberger und seine drei Mitmusiker loten den Jazz aus, sie wechseln zwischen den Formen dieser Musikerrichtung und wagen auch den Blick über den Tellerand hinaus hin zu anderen Musiken. In der Besetzung eigentlich recht klassisch aufgestellt, darf man von diesem Vierergespann, kennt man die anderen Projekte der einzelnen Protagonisten, erwarten, dass man eben genau dieses nicht präsentiert bekommt. Es werden vielmehr die modernen und nicht die traditionellen Spielarten sein, die das musikalische Geschehen bestimmen werden. Wie und in welcher diese miteinander ein Einklang gebracht werden? Wie gesagt, diese Unvorhersehbarkeit ist das Salz in der Suppe.
Termine
13.05. Jazzit, Salzburg
15.05. Freistunde, mica, Wien