
In der Kombination der Gedichte mit instrumentalen Werken werden die Grenzen zwischen Musik und Sprache aufgeweicht. So verspricht die Ankündigung, dass man oft nicht mehr wisse, „ob die Trompete singt oder der Sopran trompetet“. Um diesen Anforderungen auch gerecht zu werden, sorgen auch die famosen MusikerInnen, die sich zur Jam-Session zusammenfinden. Denn mit der Sopranistin Rita Balta, dem rezitierenden Wolfram Berger, Uli Fussenegger am Kontrabass und dem trompetenden Sava Stoianov treten wahre Meister ihres Fachs in Interaktion miteinander wie auch in ein Ausloten dieser überschneidenden Bereiche. Vielfältige Verbindungen gehen Musik und Sprache auch in den Werken von Beat Furrer ein, reichen sie doch von melodramatischer Rezitation bis zu zum rein klanglichen Einsatz der menschlichen Stimme. Kontrastreich setzt auch Herbert Grassl die menschliche Stimme ein – sowohl bei der Verwendung von Texten als auch beim instrumentalen Gebrauch des Organs. Dass die Überschneidungen zwischen Sprache und Musik größer sind als angenommen, werden die MusikerInnen wohl unter Beweis stellen. (dw)
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