
Gut Ding braucht Weile. Vor nun einer Dekade fassten Stefan Deisenberger und Jakob Kubizek den Entschluss, gemeinsame Sache zu machen. Am Debütalbum selbst arbeiteten sie vier Jahre lang. Die Songs wurden im Schaffensprozess vermutlich dutzende Male einer Überarbeitung unterzogen, was, kennt man den perfektionistischen Ansatz der beiden Musiker, wenig verwunderlich ist. Aber die Zeit, welche sie sich Stefan Deisenberger und Jakob Kubizek genommen haben, hat sich ausgezahlt. Wie gut das Duo harmoniert, bewies es ja schon mit der Formation Superformy, die mit „Pop Will Save The World“ für einen echten Hit sorgen konnte.

Stilistisch irgendwo zwischen Easy Listening, Rock, Experimental und ein wenig Elektronik angesiedelt, erschaffen Stefan Deisenberger und Jakob Kubizek einen zum Teil atmosphärisch verdichteten Gesamtsound, der enorm vielschichtig und facettenreich daherkommt. Mal erklingt dieser hochdramatisch (coldhearted happiness), mal reduziert entspannt (some wounds, wunderbarer Refrain Teil), mal so richtig The Smiths mäßig (memories).
Mit ihrem Debütalbum ist Stefan Deisenberger und Jakob Kubizek ein mehr starkes Stück Musik gelungen, dass einen internationalen Vergleich keinesfalls zu scheuen braucht. „Love & Fist“ erscheint beim Wiener Plattenlabel Seayou Records. Gespannt darf man natürlich auch der Live-Umsetzung der neuen Lieder – in voller Bandbesetzung – im Rahmen der Reihe „Im Loth“ im Wiener Konzerthaus entgegenblicken. Ein Muss für jeden Liebhaber anspruchsvoller Popklänge. (mt)
Love & Fist (myspace)