
Es ist die Musik der universellen und überall verständlichen Klangsprache, welche von dieser außergewöhnlichen Formation zelebriert wird. Sie bedarf keiner Worte, um zu berühren. Sie ist eine, die getragen vom instrumentalen Virtuosentum und einer fast unbändigen Spielfreude vom ersten Moment an regelrecht mitreißt. Yorgos Pervolarakis (Gesang, Gitarre), DJ Angelove (Keyboards, Elektronik), Nevyan (Schlagzeug, Percussion) Lenkov, Juan „Snow Owl“ Garcia-Herreros (E-Bass), Konsantin „Cicada“ Kostov (Keyboards), Alexander Wladigeroff (Trompete Flügelhorn) und Darinka Tsekova (Gadilka) entledigen sich in ihren Stücken so ziemlich allen musikalischen Begrifflichkeiten und Definitionen. Was sie tun ist, Dinge, scheinen die auch noch so wenig miteinander zu tun haben, zueinander führen: Traditionen, Kulturen genauso wie Stile und Spielformen.
Den klangliche Bogen, den Dr. Opin spannen ist ein immens weiter. Er reicht von der südamerikanischen Tanzmusik über den Reggae, HipHop, Jazz, Rock und die Elektronik bis hin zu den verschiedensten Formen der Folklore des Balkans. Nicht nur, dass schon alleine diese Mischung eine ungemein vielschichtige und deswegen einzigartige ist, die acht MusikerInnen verstehen es, ihre Stücke mit einer Energie darzubringen, wie man es nur selten zu Gehör bekommt.
Die Musik fließt, sie atmet, fesselt, reißt mit und lässt einfach erstaunt zurück. Was alleine zählt ist, dass sie Emotionen und Gefühle wecken soll, dass sie die Leute in höchstem Maße unterhält, sie zum Tanzen bringt. Stehen Dr. Opin einmal auf der Bühne, spürt man bei jedem Ton die Lust und die Freude, mit welcher sie zu Werke gehen. Wer also ein richtiges klangliches Feuerwerk erleben will, sollte sich das Konzert dieser besonderen Formation im Jazzit auf keinen Fall entgehen lassen. (mt)