Der neue Blickwinkel, Teil V – Resümee meiner Arbeit bei mica

Die vier Wochen sind schon fast um, dann muss das mica wieder ohne mich klarkommen. In der Zeit hier habe ich einiges an Artikeln geschrieben, Listen aktualisiert und natürlich viel kennengelernt. Also habe ich mir mal Gedanken darüber gemacht, was ich denn so an Neuem gefunden habe und an Altem wiederentdeckt habe.

Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich mir aus österreichischer Musik noch nicht viel gemacht. Es hat mich nicht besonders interessiert, obwohl ich dank meinem Vater, der ein Label betreibt, quasi an der Quelle sitze. Auch habe ich schon ein paar österreichische Bands gehört, aber dass die aus meinem Heimatland sind, darüber habe ich mir keine Gedanken gemacht.

Durch mein Praktikum bei mica hat sich das geändert. Dadurch, dass ich einige Artikel zu Künstlern schreiben sollte, musste ich mich mit diesen natürlich auch auseinandersetzen. Es haben mir natürlich nicht alle gefallen, aber ich war doch erstaunt, wie viele österreichische MusikerInnen es gibt, und wie viele von ihnen  meinen Geschmack treffen. So habe ich zum Beispiel Cherry Sunkist und Effi kennengelernt. Ich habe aber auch einige wiederentdeckt, die ich schon fast vergessen habe: Clara Luzia beispielsweise, oder Bulbul.

Durch die neuen österreichischen KünstlerInnen wurden auch Festivals abseits des Mainstreams interessanter für mich. Diese haben mich früher nicht besonders gereizt, da auf ihnen meistens hauptsächlich österreichische Musik gespielt wird. Durch Artikel, die ich geschrieben habe, habe ich zum Beispiel das Woodstockenboi, das Reichenstein Festival oder das Palaverama kennengelernt. So wurden auch kleinere Festivals interessant für mich, und bei jedem habe ich mir bei mindestens zwei Acts gedacht „Boah, die mag ich sehen!“. Also werde ich nächstes Jahr bestimmt auf einige dieser Festivals gehen und mich freuen, wenn ich die ein oder andere Band schon kenne.

Besonders viel Spaß gemacht hat mir übrigens diese Serie, denn hier habe ich hauptsächlich meine eigene Meinung kundgetan. Nachdem ich mich über die jeweiligen Themen ein wenig informiert habe, habe ich einfach meinen eigenen Senf dazugegeben und mich gewundert, wie gut dieser bei allen ankommt. Anscheinend so gut, dass ich gefragt wurde, ob ich meine Serie nicht weiterschreiben mag. Ich habe natürlich zugestimmt und werde also auch in Zukunft immer wieder mal was schreiben.
Miriam de Goederen