Der Arne und die Anderen (c) Pressefoto

DER ARNE UND DIE ANDEREN – „Magnete und Konserven“

Einen Schritt zurücktreten und ruhig bleiben? Gibt’s nicht. DER ARNE UND DIE ANDEREN sitzen mit ihrem Debüt „Magnete und Konserven“ (!records) in den Startlöchern und warten nur darauf, ihrem Publikum den Kopf zu waschen – natürlich mit jeder Menge schlagfertiger Lyrics.

Der kreative Mastermind hinter der Indie-Pop-Band ist Arne Lechner (Gesang), der die Band im Jahr 2015 gemeinsam mit Mathias Krispin Bucher (Bass, Keys, Gesang) und German Schwarz (Schlagzeug) gründete, Heli Mühlbacher (Gitarre) kam 2016 dazu. Im Februar erschien bereits ein kleiner Vorgeschmack auf das Album – „Ohne lang zu fragen“ –, am 21. April 2017 wird das Album veröffentlicht.

„Guten Tag ich hab‘ alles satt, meine Wohnung, die ganze Stadt“

Cover „Magnete und Konserven“

Tatsächlich ist Arne Lechners Stimme eine sehr coole österreichische Mischung aus Seeed und Peter Fox: Die Lyrics werden eher gesprochen als gesungen und die Stimmfarbe hat durchaus Ähnlichkeit mit jener der beiden anderen Künstler. Der Unterschied zu den deutschen Artists liegt darin, dass Arne Texte singt, die nicht nur witzig sind, sondern auch den Nagel auf den Kopf treffen – man findet sich darin wieder, muss leicht zynisch grinsen, wenn man die Zeilen hört, und nickt unweigerlich zustimmend mit dem Kopf. Musikalisch wird der Sänger dabei von rockigen bzw. poppigen Gitarren und Keyboard-Melodien unterstützt, die den Worten Nachdruck verleihen, sodass diese sich im Kopf des Publikums festsetzen: Vor allem „Ohne lang zu reden“, die Nummer eins des Albums, hat großes Ohrwurmpotenzial.

Aber die Musik von Der Arne und die Anderen wird nicht nur von den Lyrics getragen: Die instrumentale Untermalung macht das Ganze wirklich tanzbar. Es gibt auch langsame Songs auf dem Album, zum Beispiel „Helden und Idioten“ und „W“, und die ultimative Sommernummer „Wörthersee“ – egal was man sucht, man wird es hier finden. Ein persönlicher Liebling ist „Alles satt“, denn hier gibt es Action, der Track ist tanzbar ohne Ende und man kann die Lyrics aus vollem Hals mitsingen – der Refrain geht ins Ohr wie sonst etwas. Das Album schließt mit dem Titel „Am Ende“, einem Song mit gedrosseltem Tempo, akustischer Gitarre und ohne Drums. Ein schöner Abschluss für ein überaus gelungenes Debüt.

Antonia Seierl

Album Release Show
20.04. Chelasea, Wien

Links:
http://www.derarneunddieanderen.at