
Zwei starke charismatische Frauen, die wissen mit welchen Mitteln man dem Publikum musikalisch einheizt, das sind Franziska Hatz und Ljubinka Jokić, die beiden Hauptdarstellerinnen des Konzertabends. Weder die steirische Akkordeonisten noch die in Wien lebende und in Bosnien geborene Gitarristin und Sängerin unterwerfen sich in ihrer Musik irgendwelchen Konventionen. Grenzziehungen zwischen Stilen spielen für sie genauso wenig eine Rolle, wie das Etikett, welches ihnen umgehängt wird. Erlaubt ist einfach alles, was gut klingt. Was Beide mit ihren Formationen zelebrieren, ist große Crossover-Kunst, das Zusammenführen verschiedener Musikwelten.
So bewegt sich Franziska Hatz mit ihrem Großmütterchen Hatz Salon Orkestar (Richie Winkler, Simon Schellnegger, Andi Wilding und Julian Pieber)an den Schnittstellen der unterschiedlichsten Klangtradition. In den ungemein vielschichtigen Stücken der Akkordeonistin finden sich genauso Einflüsse aus dem Klezmer, wie auch aus der Balkanfolklore, verschiedenen südamerikanischen Spielformen und der Klassik. Was durch das Zusammenführen der einzelnen Versatzstücke entsteht, ist ein Gesamtsound, der an Facettenreichtum kaum zu überbieten ist. Dargebracht mit einer fast unbändigen Spielfreude, wirkt die Energie und Lebensfreude der Musik einfach nur ansteckend.

Akkordeonfestival