Vesselky//Kühn (c) Eva Kern

VESSELSKY // KÜHN – „Wia Waun“

Ein Album, auf dem sich Gegensätze auf richtig schöne Weise zu etwas musikalisch sehr Betörendem vereinen. IRMIE VESSELSKY und WOLFGANG KÜHN machen auf ihrem im Frühjahr 2019 erschienenen Album „Wia Waun“ (Preiser Records) eindrucksvoll vor, wie packend der Ton moderner Liedermacherkunst sein kann.

Nun, eines lässt sich auf jeden Fall sagen: Dieses Duo schlägt in Sachen Liedermacherkunst in der Tat sein ganz eigenes Kapitel auf. Die Sängerin und pianospielende Songschreiberin Irmie Vesselsky und der Mundartpoet Wolfgang Kühn stammen zwar aus ganz unterschiedlichen musikalischen Ecken, nutzen aber – wie man es auch schon auf dem 2015er-Debüt „wauns amoi so aufaungt“ hören konnte – genau diesen Umstand für sich aus, um ihren ganz eigenen unverkennbaren Stil zu entwickeln.

Die hohe Kunst des Liedermachertums

Dieser ist geprägt vom Aufeinandertreffen von Austropop, Kunstlied, Chanson und leichten jazzigen Anleihen, von der wunderbaren Reibung zwischen Waldviertler Dialekt und englischer Sprache, von einer in die Tiefe gehenden Nachdenklichkeit gepaart mit einem gewissen humorvollen Augenzwinkern, von dem gefühlvollen Miteinander von Rauheit und zerbrechlicher Gediegenheit.

Irmie Vesselsky und Wolfgang Kühn haben auf ihrem neuen Album „Wia Waun“ den Faden weitergesponnen und warten abermals mit Liedern auf, die ihre ganz eigenen Akzente zu setzen wissen. Die von den beiden erzählten musikalischen Geschichten kratzen nicht nur an der Oberfläche, sie durchbrechen sie, sie sind persönlich, wirken echt und authentisch und ergreifen die HörerInnen gerade wegen ihrer Direktheit in hohem Maße. So klingt die hohe Kunst des Liedermachertums.

Michael Ternai

Vesselsky // Kühn live
28.09.2019 Tonkeller, Horn
13.10.2019 Sonntagsmatinee im Rahmen des “Blätterwirbel” im Stadtmuseum, St. Pölten
14.10.2019 Ruffini, München
09.11.2019 Frauenhoftheater, München

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Preiser Records