Pan Tau-X präsentiert Lila Lotus – Double Trio

In seine nächste Runde geht am 11. Juni die von Uli Soykas Label Pan Tau-X programmierte Konzertreihe „Musik hautnah“ im Wiener Cafe Kreuzberg. Einmal mehr hat der österreichische Schlagzeuger namhafte befreundete Kollegen eingeladen, mit ihm, diesmal unter dem übergeordneten Titel “Lila Lotus – Double Trio”, in zwei Trioformationen die facettenreiche Welt des Jazz zu erforschen. Was die BesucherInnen erwarten dürfen, ist ein hochklassiger Musikabend zwischen spielerischer Virtuosität, überraschenden Wendungen und jeder Menge Spielwitz.

Welche musikalische Richtung im Rahmen eines Konzertes der „Musik hautnah“-Reihe eingeschlagen wird, lässt sich im Vorhinein niemals wirklich voraussagen. Alleine diese Tatsache aber macht die ganze Sache so ungemein spannend. Den BesucherInnen bleibt während eines Konzertabends meist nichts anderes übrig, als sich auf das Unterwartete einzulassen, sich von der Musik einfach mitreißen zu lassen. Die ständig von Uli Soyka neu gebildeten und eingeladenen Formationen garantieren ein jedes Mal höchst interessante Einblicke in die verschiedensten Spielformen des Jazz. Diesmal stehen ausnahmsweise musikalische Darbietungen zweier Formationen auf dem Programm.

Zunächst werden sich mit Angela Tröndle (Klavier, Gesang), Siegmar Brecher (Saxophon, Klarinette) und David Helbock (Klavier, Keyboards) drei VertreterInnen der jungen österreichischen Jazzszene im weiten musikalischen Feld zwischen Komposition und Improvisation erproben. Wer die unterschiedlichen Projekte dieser hochtalentierten MusikerInnen kennt, der weiß, welch Kettenreaktion durch das Zusammenspiel der Drei in Gang gesetzt werden könnte. Eine, die wohl kaum zu bändigen sein wird. Irgendwelche Grenzziehungen oder Beschränkungen sind ihnen fremd, was ein an Stilen und Spielformen ungemein reiches und spannendes Klangerlebnis erhoffen lässt.

Im freien Spiel ebenfalls geübt sind Henrik Hallberg (Gitarre), Magnus Bergström (Kontrabass) und der Gastgeber Uli Soyka (Schlagzeug). Was man erwarten darf, wenn sich drei solch herausragende Instrumentalisten zusammentun? Auf jeden Fall etwas Ungewöhnliches. Hier treffen drei Musiker aufeinander, für die festgeschrieben musikalische Entwürfe, traditionelle Ansätze und Stilbegrifflichkeiten eine eher untergeordnete Rolle spielen. Jazz wird von ihnen als ein zu allen Seiten offenes Feld betrachtet, auf dem nahezu alles erlaubt ist. Vorgaben wird es keine geben. Alleine durch die Interaktion der Instrumentalisten, durch das Zuwerfen und Weiterverarbeiten von Ideen soll die Musik ihre endgültige Form annehmen. Mit anderen Worten, es steht die hohe Kunst der Improvisation auf dem Programm.

Die BesucherInnen dürfen sich an diesem Abend jedenfalls auf jede Menge Virtuosität, Energetik, Feinfühligkeit und Spielwitz freuen. (mt)