Nikolaj Efendi (c) by David Višnjic

NIKOLAJ EFENDI – „Vulgo“

Ein Musiker, für den Stillstand ein Fremdwort darstellt: NIKOLAJ EFENDI macht auf seinem neuen Album „Vulgo“ (Dramatic Pause/VÖ: 27.9.) einmal mehr auf imposante Art vor, was es bedeutet, sich neu zu erfinden.

Eines lässt sich definitiv sagen: Es gibt wohl nur wenige Musiker, bei denen die Unvorhersehbarkeit so sehr Programm ist wie bei Nikolaj Efendi. Der Musiker aus Kärnten zeigt sich als echter Meister darin, immer wieder für musikalische Überraschungen zu sorgen. Ließen sich schon bei den beiden ersten Veröffentlichungen „The Red Wine Conspiracy” und „Temper“ nur schwer eindeutige musikalische Linien festmachen, so stellt sich das beim neuen Album „Vulgo“ als eine noch größere Herausforderung dar. Natürlich steckt hinter den neuen Songs immer noch unverkennbar Nikolaj Efendi, doch der kärntnerisch-slowenische Songschreiber hat sich und seinen Sound einmal mehr in einen vollkommen neuen Kontext gesetzt.

Kein typisches Rockalbum

Albumcover “Vulgo”

Mehr als noch in der Vergangenheit wendet sich Nikolaj Efendi auf „Vulgo“ dem großen Rockformat zu. Was heißt: Die Gitarren ertönen laut und schwer, das Schlagzeug kraftvoll, die Refrains entfalten Theatralik. Dennoch ist das Album musikalisch weit davon entfernt, als ein typisches Rockalbum durchzugehen. Nikolaj Efendi gelingt es durch sein vielschichtiges und abwechslungsreiches Songwriting nämlich, der ganzen Geschichte packende Tiefe zu verleihen. Der Ton der Songs ist ein durchwegs dunkler und melancholischer. Dies ist vor allem auch dem Inhalt des Albums geschuldet, der das Leben und den Kampf kärntnerisch-slowenischer Partisanen thematisiert.


Nikolaj Efendis „Vulgo“ ist ein Album, das sein Pulver nicht sofort verschießt. Es ist eines, das sich nach und nach erschließt. Je mehr man die Songs auf sich wirken lässt, je intensiver man sich mit ihnen befasst, desto mehr entfalten sie ihre volle faszinierende Wirkung.

Michael Ternai

Nikolaj Efendi live
19.10.2019 Stadtwerkstatt, Linz (AT)
08.11.2019 ((stereo)), Klagenfurt (AT)
09.11.2019 Röda, Steyr (AT)
16.11.2019 GrillX, Wien (AT)
30.01.2020 Zentropia, Senta (SRB)
31.01.2020 Grand Cafe, Szeged (HUN)
01.02.2020 Robot, Budapest (HUN)
02.02.2020 Nappali, Pecs (HUN)
08.02.2020 Freiraum, St.Pölten (AT)
15.02.2020 Dvorana Rocks, St.Michael (AT)

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Dramatic Pause