
Das Schöne und Spannende am Popentwurf von My Name Is Music ist, dass sich dieser in seiner Ausrichtung eben nicht an den üblichen und tausendfach praktizierten Formaten orientiert. Phoebe Hall und Niki Altmann bewahren sich die Freiheit, ihre ganz eigene individuelle Klangsprache zu definieren, welche vor allem in einer großen musikalischen Vielfalt ihren Ausdruck findet. Sowohl stilistisch, wie auch in Punkto Arrangements sich keinerlei Einschränkungen unterwerfend, bedient sich das extravagante Wiener Zweiergespann nach Belieben aus dem Pool der Musikgeschichte und formt aus den verschiedenen Elementen sehr abwechslungsreiche Nummern, die, von eingängigen und sich schnell in den Gehörgängen festsetzenden Melodien getragen, eine doch ganz eigene musikalische Schwingung entwickeln.
Das Spektrum der in ihrem Sound irgendwo zwischen rockigen Gitarren, Synthesizer-Spielerein unterschiedlichster Schattierungen und gelegentlichen Gameboy-Sound Einwürfen angesiedelten Songs zeigt sich als ein sehr breitgefächertes und erstreckt sich von dynamischen und energiegeladenen Krachern über erfrischend schräge Popnummern bis hin zu richtig schön entspannten ruhigen Balladen. Ein überaus bunte und vielschichtige Mischung, die die gewöhnliche Halbwertszeit in beeindruckender Form überdauert und auch nach mehreren Durchläufen zu gefallen weiß. (mt)
Termine:
29.01. Chelsea, Vienna
30.01. ARGEkultur, Salzburg (+Velojet/AT)
31.01. Red Box, Mödling (+Ezra Furman/US)