KLANGZEIT Festival 2021

Das ursprünglich im Rahmen von vier Live-Events geplante KLANGZEIT FESTIVAL 2021 wird aufgrund der Pandemie vom 25. bis zum 28. November nun als viertägiges Hybrid – Festival online, on site und on air stattfinden. Das Motto des Festivals in diesem Jahr lautet unter „Hybrid Sounds/ Hybrid Beings“. Als Kooperationspartner konnten in diesem Jahr IKLECTIK LONDON, RADIO AGORA und die AUSTRIAN COMPOSERS ASSOCIATION gewonnen zu haben. 
 
Mit der Hybris modernen Denkens spricht unsere Kultur von hybriden Lebensformen postmoderner Kultur – gemeint ist damit primär die mechanische Extension des menschlichen Wesens, der Motor von Bewegung. Musik ist ein paradigmatisches Spiel mit der Hybridität des Physischen – zwischen Musik als Zusammensetzung / Komposition von Codes für Klänge nach dem beziehenden Denken und dem Musizieren als physikalisches Formen von Klang. Die Kultur menschlicher Natur ist hybrid.

Musik ist zutiefst hybride Kultur aus hybrider Natur. Abseits der Betrachtung von Hybridität als technologische Mixture von analogen und digitalen Klängen bedeutet Hybridität für Musik etwas Grundsätzliches: das Zueinander von menschlichem und mechanischem Körper in seinen Extensionen. Gibt es intelligente Gestaltung kultureller Formen ohne Emotion, können Mensch wie Maschine “be intelligent without any emotions”?

Setzte die Moderne Grenzen zwischen den Disziplinen, so stellt die Pluralität der Postmoderne die Vielfalt von Erscheinungen nebeneinander – Hybridität meint: Vielfalt in der Einheit. Damit öffnet sich ein Hineinhören in den Körper als handelnden Gestalter von Kultur als Schritt zu einer naturgegebenen Kultur der Hybridität, der Beachtung der Vielheit des phylogenetischen Wissens des Physischen. Das Auditive öffnet eine Vielfalt von Lebensmöglichkeiten – es überwindet in der Hybridität die Hybris als Einzigartigkeit einer rationalen westlichen Kultur. (Werner Jauk)

Die beteiligten KünstlerInnen sind: Gavino Canu (IT), Viv Corringham (UK/US), Anna Dian (AT), Beba Fink (AT), Matthias Forenbacher (AT), Romana Kemlein-Laber (AT), Paul Jonas Kinnunen (FI), Sami Kutin (SI), Herbert Lacina (AT), Katherine Liberovskaya (CA/US), Henrik Meierkord (SE), MUG Trio  (SI), Tracy Lisk (US), Zahra Mani (UK/AT), Arun Natarajan (IN), Tamara Obravac (AT), Astrid Rieder (AT), Carla Rees (UK), Thomas Stangassinger (AT), Tibor Szemzö (HU), Wolfgang Temmel (AT), Sohrab Udumann (UK), Sarah Watts (UK); Lena Wicke-Aengenheyster – Monsterfrau (DE/ AT) und Mia Zabelka (AT).                                                                                     

Finale „phonoECHOES Wettbewerb 2021“

Auch die Finalrunde des phonoECHOES Wettbewerbs, einer Kooperation des Klanghaus Untergreith mit der Austrian Composers Association, wird ebenso als Live-Stream mit der Möglichkeit zum Publikumsvoting im Rahmen des Online Festivals abgehalten. 

phonoECHOES ist ein Wettbewerb für Klangkunst und experimentelle Musik, der im Frühjahr 2020 zum ersten Mal ausgeschrieben wurde. Eingereicht werden können jährlich Werke aus den Bereichen Klanginstallation, Klangskulptur, Klangperformance, transmediale/transdisziplinäre Konzepte, freie Improvisation, sowie elektroakustische Komposition. Eine Fachjury – Mia Zabelka (AT) – Vorsitz (kein Stimmrecht), Viv Corringham (UK/ USA), Annette Giesriegl (AT), Richard Graf (AT) und Yoko Miura (JP) – hat 2021 aus den eingereichten Werken die fünf Finalist*innen ausgewählt. 

Finalist*innen: Coma. – Reinhard “Vøid” Hirschauer (AT), Johannes Feuchter, Stanislaus Pili (AT, IT), Elisabeth Kelvin (AT/ AU), Tahereh Nourani (AT/ IR), Nos Incogniti – Guillermo Villegas Alemán, Juan Pablo Trad Hasbun, Vallejo Larre (AT/ MX). 

Vollständiges Programm: https://klang-haus.at/de/news/
Datum: 25. bis 28. November 2021 | 18.30h (GMT) | 19.30h (CET)