Die europäische Interessenvertretung unabhängiger Musikunternehmen IMPALA hat die fünfte Ausgabe ihres Programms „100 Artists to Watch“ vorgestellt. Die Auswahl der österreichischen Acts erfolgte in Kooperation mit dem VTMÖ Die Initiative, die in Partnerschaft mit YouTube umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert wird, rückt auch 2026 wieder hundert aufstrebende Acts aus dem unabhängigen Musiksektor in den Fokus. Ziel des Programms ist es, die Vielfalt, Innovationskraft und künstlerische Qualität der europäischen Indie-Szene sichtbar zu machen und den ausgewählten Künstler:innen zusätzliche internationale Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Die Auswahl erfolgt über das weitreichende Netzwerk von IMPALA. Mitglieder aus zahlreichen europäischen Ländern nominieren Künstler:innen, die durch eigenständige künstlerische Ansätze, starke Entwicklungen oder wachsendes Publikum auffallen. Im Zentrum stehen dabei unabhängige Labels und selbstveröffentlichende Acts, die außerhalb großer Major-Strukturen arbeiten und maßgeblich zur Dynamik des europäischen Musikgeschehens beitragen.
Für Österreich bringt die diesjährige Ausgabe vier Nennungen. Auf der Liste vertreten ist die oberösterreichische Pop-Alpenmusik-Künstlerin Anna Buchegger, die traditionelle Einflüsse mit zeitgenössischem Pop verbindet. Ebenfalls berücksichtigt wurde die Jazz-Kontrabassistin Helene Glüxam, die sich in den vergangenen Jahren als vielseitige Musikerin zwischen Jazz, Improvisation und zeitgenössischer Musik positioniert hat.
Mit der Liedermacherin Jo the Man the Music findet sich eine weitere österreichische Position im Line-up. Ihre reduzierten, erzählerischen Songs stehen für eine persönliche und direkte Form des Songwritings. Komplettiert wird das österreichische Quartett durch die Musikerin Sodl, die mit ihrem eigenständigen Zugang zu Pop und Indie in den vergangenen Jahren zunehmend Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.
Die Aufnahme in die „100 Artists to Watch“-Liste ist in erster Linie als Anerkennung der bisherigen künstlerischen Entwicklung zu verstehen. Gleichzeitig bietet das Programm zusätzliche Sichtbarkeit innerhalb des europäischen Netzwerks unabhängiger Labels, Medien und Branchenpartner. Begleitend zur Veröffentlichung der Liste sind im Laufe des Jahres weitere Maßnahmen geplant, die die ausgewählten Künstler:innen stärker in den Fokus rücken sollen.
Laut IMPALA versteht sich die Initiative auch als Beitrag zur Förderung kultureller Vielfalt im europäischen Musiksektor. Unabhängige Labels spielen dabei eine zentrale Rolle: Sie schaffen Räume für künstlerische Experimente, ermöglichen neue Perspektiven und tragen wesentlich zur Entwicklung neuer musikalischer Strömungen bei.
Das Programm „100 Artists to Watch“ wurde 2022 ins Leben gerufen und hat seither jährlich hundert Acts aus ganz Europa präsentiert. Mit der fünften Ausgabe umfasst die Initiative nun insgesamt 500 Künstler:innen, die in den vergangenen Jahren ausgewählt wurden. Für die österreichische Musikszene stellt die diesjährige Präsenz von vier Acts eine erfreuliche Momentaufnahme dar – und zugleich ein Hinweis auf die Vielfalt und Qualität unabhängiger Produktionen im Land.
Lesen Sie hier mehr über diese Künstler:innen auf unserer eigens eingerichteten Website.
Hören Sie hier in alle Acts (alle 100) hinein oder entdecken Sie unsere nach Genres kuratierten Playlists, die die Vielfalt dieser Liste feiern:
- IMPALAs Artists to Watch – Alternative
- IMPALAs Artists to Watch – Fusion
- IMPALAs Artists to Watch – Hip-Hop & R&B
- IMPALAs Artists to Watch – Pop
- IMPALAs Artists to Watch – Rock
