
Weltweite Initiative zur Durchsetzung der Leistungsschutz-Rechte im Internet
Die Abgeltung muss fair sein und der ökonomische Wert des künstlerischen Beitrags muss in Relation zu anderen Beiträgen zur Produktion stehen. Eine 50:50 Aufteilung aller Online-Einnahmen zwischen Interpreten und Produzenten (Labels) wäre angemessen. Doch davon sind wir derzeit weit entfernt. “Der Anteil, den Musikinterpreten aus Onlinenutzungen erhalten, ist weder fair noch dem Wert ihrer Leistungen angemessen. Ein Gleichgewicht mit den Anteilen weiterer Beteiligter – Labels, Plattformbetreiber, Netzanbieter -, an dieser Abgeltung ist nicht gegeben”, so Skrepek. Eine breite Koalition der Musikinterpreten beschloss bei der Budapester Konferenz der FIM (Fédération internationale des musiciens) am 21. November 2014 eine weltweite Initiative zur Gleichberechtigung und Durchsetzung ihrer Leistungsschutz-Rechte im Internet.
Der Gesetzgeber ist gefordert
Die Situation erfordert unverzügliches Handeln. Streaming-Dienste ersetzen zunehmend herkömmliche Verbreitungsformen wie den Rundfunk. Ein neuer rechtlicher Rahmen, der diesen Änderungen Rechnung trägt, muss entworfen und durchgesetzt werden, um ein Umfeld zu schaffen, das den ausübenden Künstlerinnen und Künstlern wie dem zahlenden Publikum gegenüber so gerecht wie gegenüber den anderen Betroffenen ist. Tantiemen und Lizenzen stellen einen wesentlichen Teil des Einkommens der Musikschaffenden dar. Ohne gerechte und ausgewogene Beteiligung ist die Existenz professioneller Musikinterpreten gefährdet.
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