Foto Friedrich Cerha
Friedrich Cerha (c) Hertha Hurnaus / Archiv der Zeitgenossen

Friedrich Cerha zum 90. Geburtstag

Krems (kpr). Das Archiv der Zeitgenossen in Krems lädt aus Anlass des 90. Geburtstags des österreichischen Komponisten zur Auseinandersetzung mit dem Werk des Künstlers ein. Ein wissenschaftliches Symposium, ein festlicher musikalischer Abend und eine Ausstellung des bildnerischen Werks im Forum Frohner geben Einblick in eine vielseitige Künstlerpersönlichkeit.

Friedrich Cerha ist nicht nur Komponist, Interpret und Dirigent, er hat auch ein umfangreiches bildnerisches Werk geschaffen, eine eigene Lautsprache für sein Bühnenwerk Netzwerk erfunden, Libretti und Liedtexte verfasst und in zahlreichen Schriften über eigene Werke und allgemeine Fragen des kulturellen Lebens reflektiert. Im Fokus des wissenschaftlichen Symposiums „Vernetztes Werk(en)“, das am 12. Februar 2016 unter der Leitung von Gundula Wilscher am Archiv der Zeitgenossen stattfindet, steht Friedrich Cerha als ein lebenslang Forschender, der neugierig mit „Material“ experimentiert, sei es musikalischer, sprachlicher oder tatsächlich greifbarer Natur. Zu hören sind Vorträge von Daniel Ender, Alban Berg Stiftung Wien, Anne Fritzen, Universität Siegen, Lukas Haselböck und Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Theresia Hauenfels und Gundula Wilscher, Archiv der Zeitgenossen. Es moderiert Nina Polaschegg, Ö1.

Am Abend gratulieren Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll sowie Hartmut Krones, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, im Rahmen einer feierlichen „Soirée für Friedrich Cerha“ im Kino im Kesselhaus. Die Sängerin Agnes Heginger interpretiert gemeinsam mit MusikerInnen des Ensembles Studio Dan eine Auswahl der „Chansons“ von Friedrich Cerha.

Das Forum Frohner zeigt in Kooperation mit dem Archiv der Zeitgenossen einen Aspekt des Œuvres Friedrich Cerhas, der der Öffentlichkeit bislang wenig geläufig ist: sein bildnerisches Werk. Mit der Schau „Sequenz & Polyvalenz“, die am 13. Februar mit einem Werkgespräch zwischen dem Ausnahmekünstler und Dieter Ronte, dem Leiter des Ausstellungshauses, eröffnet wird, zeigt sich die Konsequenz, mit der der Komponist sein bildnerisches Schaffen seit vielen Jahrzehnten verfolgt.
Kuratiert wurde die Ausstellung von Theresia Hauenfels, die im Auftrag des Archivs der Zeitgenossen auch ein Gesamtverzeichnis der bildnerischen Arbeiten Cerhas erstellt. Die Ausstellung ist bis 28. März zu sehen.

Termine:

Vernetztes Werk(en). Symposium zum künstlerischen Schaffen Friedrich Cerhas
12. Februar 2016, 9:30 – 17:30 Uhr
Donau-Universität Krems, Seminarraum 0.2 (Altbau, Erdgeschoss)
Mit Daniel Ender, Anne Fritzen, Lukas Haselböck, Hartmut Krones, Theresia Hauenfels, Gundula Wilscher und Nina Polaschegg.

Soirée für Friedrich Cerha
12. Februar 2016, 19:00 Uhr
Kino im Kesselhaus, Campus Krems
Es sprechen Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll und Hartmut Krones
„Eine Art Chansons“: Studio Dan & Agnes Heginger interpretieren eine Auswahl an „Chansons“ von Friedrich Cerha
Anmeldung bis 8. Februar unter: beatrix.jurkowitsch@donau-uni.ac.at

Ausstellung „Friedrich Cerha. Sequenz & Polyvalenz“
Eröffnung am 13. Februar 2016, 11:00 Uhr
Forum Frohner, Krems
Dauer der Ausstellung: 14.2.-28.3.2016

Foto: Friedrich Cerha, Foto: Hertha Hurnaus © Archiv der Zeitgenossen

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