Die Freistunde präsentiert Mathias Koch

Die allwöchentlich im mica stattfindende „Freistunde“ versteht sich als ein Ort der musikalischen Gratwanderung im Geiste des Experiments. Auch der am 21. März konzertierende Schlagzeuger, Vibraphonist, Elektroniker und Komponist Mathias Koch fühlt sich in seinem Tun genau einer solchen Verpflichtet. Wie viele seiner KollegInnen der jungen Jazzszene, ist auch er bestrebt, eine eigenständige Klangsprache zu entwickeln, eine, die sich eben nicht primär an den Dogmen des Jazz orientiert, sondern vielmehr ihren Ausdruck in der stilistischen Vielfalt findet.

Führt man sich alleine Namen der verschiedenen Formationen und Projekte vor  Augen, in welchen der im Jahre 1981 geborene Musiker und Komponist involviert ist, erkennt man, dass es sich bei Mathias Koch um einen Künstler handelt, dem sich Fragen stilistischer Natur schlicht und einfach nicht stellen. Egal ob nun in der Hannes Löschel Stadtkapelle, der Maja Osojnik Band,  bei den Nifty’s, im Trio Parterre oder im Low Frequency Orchestra, der Niederösterreicher tänzelt mit einem Selbstverständnis und einer Leichtigkeit durch die verschiedenen Genres, wie es in dieser Form sonst nur wenige zu Wege bringen.

Im Jazz ausgebildet, widmet sich der Spezialist für die verschiedensten Arten aberwitziger  Rhythmen, Klangspielerein und Musikentwürfe mit Liebe auch den rockigeren, funkigen und weltmusikalischen Formaten. Ebenso wenig sind ihm der Klezmer fremd, wie die Klassik, Elektronik und die vielen verschiedenen freien Spielarten, in denen er sein großes Talent als begnadeter Improvisator immer wieder eindrucksvoll unter Beweis zu stellen versteht.

An seinen Instrumenten, dem Schlagzeug und dem Vibraphon, agiert der sich stets auch sehr experimentierfreudig zeigende Niederösterreicher überaus dynamisch und variantenreich. Das Spektrum seines Spiels ist ein sehr weit gefasstes und reicht von vielschichtigen bunten Klangmalereien über filigrane und zurückhaltende Rhythmuspatterns bis hin zu ekstatischen und energetischen Grooves.

Ein Konzertabend im Zeichen der Verbeugung vor dem Traditionellen darf bei solchen Vorzeichen also nicht wirklich erwarten werden.  Vielmehr wird man sich doch schon überraschen lassen müssen, in welche Richtung sich der Schlagzeuger, Vibraphonist und Elektroniker, der dieses Mal  eine seiner seltenen Solo-Performances zum Besten geben wird, sich letztendlich zu bewegen gedenkt. (mt)

Foto Mathias Koch: Johannes Novohradsky

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