Bild Clemens Wenger
Clemens Wenger (c) Alex Gotter

CLEMENS WENGER – „Physics Of Beauty“

Musik, die im Sound unglaublich stimmungsvoll ihren ganz eigenen Regeln folgt genau eine solche bekommt man auf „Physics Of Beauty“ (JazzWerkstatt Records), dem neuen Album des Musikers CLEMENS WENGER, auf aufregende und packende Art geboten.

Bild Clemens Wenger
Clemens Wenger (c) Alex Gotter

Clemens Wenger ist schon eine faszinierende musikalische Persönlichkeit. Wohl bei nur wenig anderen Musiker*innen kann man so wenig vorhersehen, mit was er oder sie als nächstes aufwartet. Ursprünglich dem Jazz kommend und mittlerweile quasi in fast jedem Genre irgendwie zu Hause, weiß der gebürtige Niederösterreicher eigentlich regelmäßig in einem hohen Grad zu überraschen. Keinen Unterschied macht da sein neues Album „Physics Of Beauty“, welches aufgrund des Umfangs, der künstlerischen Intention und Präsentation ohne weiteres auch als ein großes Werk durchgeht.

Die Projekte des Pianisten, Akkordeonisten, Elektronikers, Komponisten und Soundtüftlers – vor allem seine solistischen – sind generell immer geprägt von der Weigerung, sich den gängigen musikalischen Konventionen zu unterwerfen. In diesem Sinne geht auch „Physics Of Beauty“ – das nicht nur bloß als einfaches Musikalbum gedacht ist, sondern in Verbindung mit Visuals der beiden Medienkünstler*innen Alessia Scuderi und Gianluca Monaco als digitales Online-Kunstwerk erlebbar ist – über das Herkömmliche hinaus.

Ein packendes Klangerlebnis

Clemens Wenger, der sein Klavier dieses Mal mit Filz präpariert hat, um einen besonders warmen und weichen Klang zu erreichen, lebt seine Lust am Experiment in vollen Zügen aus und verarbeitet in seinen mehr als 30 Stücken (!) ein ungemein breites Feld an verschiedensten musikalischen Einflüssen. Er formt mit einer hörbaren Liebe zum Detail einen Sound, der auf minimalistische Art irgendwo zwischen den Polen Electronica, Ambient Techno, Jazz und Klaviermusik – mal still und sanft, mal energetischer oder auch vertrackter – seinen einzigartigen musikalischen Ausdruck findet und zudem unglaublich viel Atmosphäre erzeugt.

Mit „Physics Of Beauty“ gelingt es Clemens Wenger einmal mehr eindrucksvoll, sich als ein Künstler mit einer wirklich eigenständigen musikalischen Idee zu positionieren. Sein Album ist eines einer sehr bildhaften Klangsprache geworden, einer, die die Fantasie durchgehend anregt und dazu einlädt, sich auf eine stimmungsvolle musikalische Reise zu begeben.

Michael Ternai

Links:
Clemens Wenger
Jazzwerkstatt Records