50 Broken Promises

Sie alle sind 1963 geboren und sind auch mit denselben Klängen aus dem Radio sozialisiert worden. Sie haben alle die Musik zu ihrem Beruf gemacht und stehen heute stellvertretend für die musikalische Qualität und Vielfalt in diesem Lande. Anlässlich des Jahres, in welchem jeder/jede seinen/ihren 50er feiert, begeben sie sich im Rahmen einer Konzertreise durch Österreich unter dem Titel „50 Broken Promises“ auf die Spurensuche nach den Motiven, warum es gerade sie in die Musik verschlagen hat, und natürlich auch nach den Inspirationsquellen, aus denen sich ihre Klangsprache bis heute nährt. Mit Joanna Lewis, Amora de Swardt, Franz Hautzinger, Heinz Ditsch, Josef Novotny, Hannes Löschel,  Wolfgang Vinzenz Wizlsperger und Paul Skrepek.

Den einen hat es in den Jazz verschlagen, die andere in die Klassik und Kammermusik, wiederum andere haben ihre musikalische Heimat im Wienerlied oder in der Klangkunst gefunden. Die Wege, welche diese acht MusikerInnen eingeschlagen haben, sind verschieden, ihre musikalischen Sprachen unterschiedlich. Einzig vielleicht der Geist, sich eben nicht dem Gewöhnlichen und tausendfach Vorexerzierten unterzuordnen, ist es, den sie teilen. Joanna Lewis (Violine), Amora de Swardt  (Violine), Franz Hautzinger (Trompete), Heinz Ditsch (Akkordeon, Fagott), Josef Novotny (Voc, Keyboards, Elektronik), Hannes Löschel (Voc, Piano, Fender Rhodes), Wolfgang Vinzenz Wizlsperger (Voc, Bass, Euphonium) und Paul Skrepek (Voc, Schlagzeug) gelten als VorreiterInnen, die in ihren Bereichen und Kontexten die stilistischen Grenzen gedehnt, verworfen und überwunden haben.

Woher aber kommt dieser ausgeprägte Wunsch dieser Generation, speziell dieses Jahrgangs von MusikerInnen, mit dem Althergebrachten, Bekannten und Traditionellen zu brechen? Vielleicht gibt ja das gemeinsam erarbeitete Programm ja eine Antwort. Zumindest in Ansätzen. Die acht InstrumentalistInnen werden sich die Lieder und Songs in Erinnerung rufen, welche für sie damals ausschlaggebend waren, sich in genau dieser Kunstform ausdrücken zu wollen. Franz Hautzinger und seine KollegInnen werden diese gemeinsam in Sinne des Experiments in unterschiedlichen Konstellationen ummodeln, in einem neuen Klanggewand erklingen lassen und kunstvoll in der Gegenwart ansiedeln. Was die Beteiligten schließlich tatsächlich entstehen lassen werden und welche Richtung sie einzuschlagen gedenken, lässt im Vorhinein klarerweise so exakt nicht vorhersagen. Man muss sich schon überraschen lassen. (mt)

Termine:
25.05. TAG – Theater an der Gumpendorfer Straße, Wien
31.05. Alte Gerberei, St. Johann
01.06. Galerie Schloss Damtschach, Wernberg

 

http://www.dasTAG.at