wellenklaenge 2014 – Aufbruch zu neuen Ufern

Die wellenklaenge, das Festival für zeitgenössische Kunst in Lunz am See, begeben sich heuer von 4. bis 26. Juli auf eine Suche zum Thema „reisen“. Die ZuschauerInnen erwartet ein anspruchsvolles, spartenübergreifendes Programm, bestehend aus ca. 20 Veranstaltungen mit Konzerten, Artistik, Filmvorführungen und Diskussionen. KünstlerInnen aus aller Welt, von den USA über Frankreich bis China, verbinden in ihrer Arbeit Historisches und Gegenwärtiges, Klassik und Jazz, Pop und Rock sowie E- und U-Musik.

Sommerreise – Winterreise

Zentrum des Festivals bildet das Spezialprojekt „borderbreak II, Schubert und Ich“ des italienischen Dirigenten und Pianisten Marino Formenti. Dabei widmet sich der „Glenn Gould des 21. Jahrhunderts“ (Los Angeles Times) gemeinsam mit LaiensängerInnen und KünstlerkollegInnen verschiedenster Sparten in einer dreiwöchigen, öffentlichen Klausur Franz Schubert und seiner Musik. Insbesondere Schuberts Liederzyklus „Die Winterreise“ wird mit zeitgenössischen Mitteln einer ganz persönlichen Auseinandersetzung unterzogen und die Ergebnisse fortlaufend dem Publikum präsentiert.

Beim Eröffnungskonzert am 4. Juli auf der Seebühne begegnen sich KünstlerInnen unterschiedlicher Disziplinen: Auf der Suche nach unberührten musikalischen Pfaden präsentiert das Damen-Celloquartett Extracello ein inspirierendes Programm. Dabei trifft das Ensemble auf die Toulouser Artistentruppe Le Boustrophédon aus der Welt des „Nouveau Cirque“ sowie auf Marino Formenti und seine Gäste, die ein kurzes Preview auf das Spezialprojekt geben werden.

Der Erfahrung von Fremdsein, Exil und Scheitern, der dunklen Kehrseite des Reisens, nähert sich etwa das Ensemble Federspiel mit einem Programm rund um Ernst Kreneks Oper „Jonny spielt auf“ an. Jacqueline Kornmüller gestaltet gemeinsam mit den ProtagonistInnen ihres Stückes „Die Reise“ einen Abend zum Thema Flucht und Vertreibung. In ihrem Bühnenweihespiel „Hans im Glück“ beschäftigen sich Karl Ferdinand Kratzl (Text) und Kurt Schwertsik (Musik) mit der Flüchtigkeit des Glücks.

gipfelklaenge – Wandern mit dem Mostviertel Tourismus
Sa, 31. Mai & So, 1. Juni

Auch heuer können Wanderlustige und Musikbegeisterte mit dem Mostviertel Tourismus in Kooperation mit den wellenklaengen die Mostviertler Bergwelt erkunden. Von Hütte zu Hütte ziehen diesmal u.a. die Wiener Tschuschenkapelle und die Strottern. In ihrem Programm „Jandln“ vertonen Wolfram Berger, Wolfgang Puschnig und Jon Sass Gedichte des großen Sprachkünstlers Ernst Jandl.

Das Festivalkonzept

Die wellenklaenge wurden 1996 von Suzie Heger mit dem Anspruch ins Leben gerufen, die Kunst aus dem Lärm der Großstädte in die Natur zu bringen, wo sie konzentriert und ohne Ablenkung genossen und erlebt werden kann. Der Lunzer See gibt eine außergewöhnliche Naturkulisse für ein Festival ab, das sich bewusst dem Kammermusikalischen, den feinen Tönen und dem Neuen in der Kunst verschrieben hat. Im Jahr 2013 konnten sich die VeranstalterInnen des Festivals über ca. 3.500 BesucherInnen freuen.

Foto Marino Formenti (c) Gyula Fodor
Foto Federspiel (c) wellenklaenge

http://www.wellenklaenge.at/