
Man darf sich sprachlich vom ersten Track nicht irreführen lassen (weil hochdeutsch). Eines der großen Entscheidungen der Partie ist es, mit dem Wienerischen beizutragen, dass Dialekt unpeinlich und authentisch sich noch mehr einpflanzt in die „modernen“ Musikgenres auf die österreichische Künstler immer mehr zugreifen. Englisch texten „müssen“ in Popularmusik war gestern, und ganz besonders dort, wo es mangels Sprachversiertheit „bemüht“ und „übersetzt“ wirkend kurzum manchmal eine Schnapsidee war, ist das auch besser so. Mundart ist cool.

Der musikalische Schwerpunkt des Album liegt zweifelsfrei in der Rockmusik, die man verspielt einsetzt, davon abgesehen gibt es Anleihen aus Blues und Alternative. Ihren Humor beweisen die „Burschen“ auch bei der Nummer „Was Österreich is“, eine Hymne aufs Heimatland im Bonanza Stil. Zur Abrundung nimmt sich die Band das gute alte Wienerlied vom himmlischen Behagen vor und macht es sich gekonnt zu eigen und mischt es auf. Es lebe der Rosenrock.
Sänger und Bassist Mihael Gluhak, Gitarrist und Backgroundsänger Karsten Krause un und Schlagzeuger/Perkussionist Mike Linder haben, wie man hört, unbedingt ihr ganzes Rocknroller Herzblut in dieses Album gepackt und geben ordentlich Gas, bringen zum Lachen, zum Nachdenken und laden natürlich ein zum gepflegten Popowackeln. (Alexandra Leitner)
Rosengarten