
Eine weitere Neuerung der Neuen Oper Wien findet sich im Musikvermittlungsprojekt junge oper wien, bei dem die Niederschwelligkeit und Nachhaltigkeit im Zentrum stehen. Dabei lernen SchülerInnen des BORG Mistelbach in drei Workshops die Berufsfelder der Opernproduktion kennen, erarbeiten selbst ein Stück in Anlehnung an “Bruder Woyzeck – Traumfalle” von Markus Lehmann-Horn und führen dieses auf; den Abschluss bildet der gemeinsame Besuch der Generalprobe.
Mit “Le Grand Macabre von György Ligeti bringt die Neue Oper Wien einen wahren Klassiker des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts auf die Bühne – ein Werk, das entgegen den Vorurteilen avantgardistischen Schaffens mit Witz und Ironie durchzogen ist. Mit der Handlung, in der durch die Auslegung der Schrift von Nostradamus der Untergang der Welt prophezeit ist, passt das 1978 uraufgeführte Werk bestens in das ebenfalls mit Endzeitfantasien in Verbindung gebrachte Jahr 2012. Walter Kobéra, der seit 1991 als musikalischer Leiter und seit 1993 zudem Intendant der Neuen Oper Wien fungiert, tritt auch hier mit dem von ihm gegründeten amadeus ensemble-wien in Erscheinung.