Mnozil Brass präsentieren Magic Moments

Mit Mnozil Brass gastiert am 16. Jänner eine der im Moment wohl spannendsten und renommiertesten Jazzkapellen der heimischen Szene im Grazer Orpheum. Mit im Gepäck hat die sich um den österreichischen Ausnahmetrompeter Thomas Gansch scharrende Truppe ihr aktuelles Programm “Magic Moments”. Ein Paradebeispiel für virtuos dargebrachte Musik an den Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Spielformen.

Das Schöne an Konzerten des siebenköpfigen Jazzkollektivs Mnozil Brass ist, dass im Vorfeld nur schwer eine exakte Voraussage darüber getroffen werden kann, welche Richtung die Herren auf der Bühne einzuschlagen gedenken. Dafür agieren Thomas Gansch, Wilfried Brandstötter, Gerhard Füssl, Zoltan Kiss, Leonhard Paul, Roman Rindberger und Robert Rother einfach viel zu sehr an den Schnittstellen der verschiedenen Stile. Egal ob nun traditionelle Klänge oder Klassisches, höchst eigenwillig und neu bearbeitet, Schlager, Opern oder Popsongs parodiert oder jazzige Eigenkompositionen zum Besten gegeben werden, das seit 1992 bestehende und inzwischen auch international sehr gefragte Septett vereint auf unvergleichbare Art und Weise die unterschiedlichen Elemente in bester Crossover-Manier in einem ungemein abwechslungsreichen und vielschichtigen Gesamtsound. Dazu kommen Blasinstrumente nahezu aller Art zum Einsatz.  Seinen es nun Trompeten, Posaunen, Bassposaunen, ein Flügelhorn oder eine Tuba. Ein Umstand, der klarerweise eine ständige Erweiterung des Klangspektrums bedingt.

Angetrieben von einer fast unbändigen Neugier sowie der großen Liebe zum Experiment unternehmen Mnozil Brass mit Hilfe des freien Spiels immer wieder aufs Neue den Versuch, die eigenen, wie auch fremden Kompositionen auf eine nächsthöhere Ebene zu heben. Der Spannungsbogen des Dargebrachten entsteht dabei oftmals alleine aus dem Zuwerfen und Weiterverarbeiten von Ideen. Durch das ständige Hin und Her entsteht ein sich ständig in Bewegung befindlicher musikalischer Fluss, der immer wieder auch mit unerwarteten Wendungen überrascht. Hier treffen ohne Zweifel sieben Musiker aufeinander, die dieselben klanglichen Visionen teilen und mit blindem Verständnis füreinander diese auch perfekt umzusetzen wissen.

Kennt man die außergewöhnlichen Livequalitäten von Mnozil Brass, darf man in der Tat auf einem wahrlich einzigartigen und spannenden Konzert entgegenblicken, steht doch ein Hörerlebnis auf dem Programm, welches man in solcher Form nur selten präsentiert bekommt. (mt)