„Klassische Musik muss nicht auf dem Podest stehen, um dann von allen gefeiert zu werden.“ – Musikagent DOMINIK JOELSOHN im mica-Interview

Mit „Symphony of Senses“ initiiert der Musikagent Dominik Joelsohn am 25. April 2026 im Wiener REAKTOR ein neues Festivalformat, das klassische Musik bewusst aus dem traditionellen Konzertkontext löst und in einen offenen, interdisziplinären Rahmen stellt. Acht internationale Acts bewegen sich zwischen Klassik, Pop und Elektronik, während Licht, Performance, Kulinarik und Mode das musikalische Geschehen erweitern und ein vielschichtiges Gesamterlebnis entstehen lassen. Zu den Highlights zählen unter anderem der Geiger Yury Revich mit interdisziplinärer Performance, das Projekt Piano & Sand mit Live-Sandmalerei sowie genreübergreifende Beiträge von Bison Rouge oder SOWAS. Das Publikum kann sich frei im Raum bewegen und die Darbietungen in ungezwungener Atmosphäre erleben. Joelsohn verfolgt damit das Ziel, neue Zugänge zu klassischer Musik zu schaffen und insbesondere ein jüngeres Publikum anzusprechen. Im Interview mit Michael Ternai spricht Dominik Joelsohn über seine Motivation, klassische Musik in neue Räume zu bringen und sie mit anderen Musikformen zu verbinden, um so ein neues Publikum anzusprechen.

Das Interessante ist ja, dass du nach eigenen Angaben eigentlich nicht aus der Klassik kommst und mit der Klassikwelt bis vor einigen Jahren wenig zu tun hattest. Wie bist du in die Klassik hineingerutscht?

Dominik Joelsohn: Das ist tatsächlich über Igudesman & Joo passiert, bei denen ich 2009 neben meinem Architekturstudium als Assistent zu arbeiten begonnen habe. Das waren meine ersten Berührungspunkte mit klassischer Musik. Mein erstes klassisches Konzert habe ich überhaupt erst 2013 mit 28 besucht. Mittlerweile bin ich 40 und habe meine eigene Agentur. Ich hatte also keinen klassischen Musik-Background, aber durch Igudesman & Joo und ihre Art, auch ein junges Publikum anzusprechen, habe ich begonnen, mich für diese Musik zu begeistern.

Nachdem ich eine Zeit lang organisatorische Aufgaben wie Reise- und Finanzplanung übernommen hatte, fragten sie mich, ob ich ihr Management übernehmen möchte – was ich dann auch getan habe. Für mich war das die Chance, mich in diese Richtung zu entwickeln, weil ich gemerkt habe: Klassische Musik kann viel, sie muss nicht staubtrocken sein – man kann sie auch spannend vermitteln. Heute habe ich meine eigene Agentur und veranstalte eigene Events.

Viele sagen, dass das Publikum bei klassischen Konzerten immer älter wird und sich weniger junge Menschen für klassische Musik begeistern. Wie fällt deine Analyse dazu aus?

Dominik Joelsohn: Ich denke, die Gesellschaft insgesamt hat sich verändert – durch Smartphones, kürzere Aufmerksamkeitsspannen, TikTok und so weiter. Jüngere Menschen sind damit aufgewachsen. Wenn man sie dann in eine dreistündige Oper setzt, ist es verständlich, dass es schwieriger fällt, sich darauf einzulassen. Ich selbst komme aus einer früheren Generation, aber auch für mich war die Schwelle zum Konzerthaus oder zur Oper lange hoch – vor allem ohne musikalischen Hintergrund oder Instrumentalausbildung. Ich hatte oft das Gefühl, das sei nichts für mich, eher etwas für wohlhabende, ältere oder privilegierte Menschen, und habe mich dort nicht zugehörig gefühlt. Deshalb habe ich diese Orte lange gemieden.

Heute bin ich aber davon überzeugt, dass klassische Musik grundsätzlich für alle etwas bieten kann. Auch junge Menschen, die nicht mit klassischer Musik aufgewachsen sind, können sich dafür begeistern – so wie ich heute. Bei mir hat es funktioniert. Meine Erfahrungen aus der Praxis und meine Beobachtungen der letzten Jahre bestätigen jedenfalls, dass es durchaus möglich ist, ein junges Publikum anzusprechen und eine Verbindung aufzubauen. Das geschieht allerdings selten allein durch perfektes Spiel. Nur deswegen kommen keine neuen Gäste. Das mag bei einigen etablierten Stars noch funktionieren, aber die jüngere Generation von Musiker:innen muss darüber hinaus mehr bieten.

Bild des Musikagenten Dominik Joelsohn
Dominik Joelsohn © Nafissa Harvoire

Ich hatte vor ein paar Monaten ein Gespräch mit Igudesman & Joo. Sie meinten, dass ihre ersten Programme zu Beginn ihres gemeinsamen Weges wie ein Kampf gegen Windmühlen gewesen seien. Ihre Shows entsprachen ja alles andere als dem klassischen Verständnis. Es war ein langwieriger Prozess, bis sie das Publikum überzeugt hatten. Wie sind da deine Erfahrungen?

Dominik Joelsohn: Es ist nach wie vor schwierig, weil die klassische Musikwelt großteils konservativ geprägt ist. Diese Strukturen lassen sich nicht so leicht aufbrechen. Gleichzeitig merke ich aber, dass sich etwas bewegt und neue Konzepte ausprobiert werden. Man sieht das etwa beim Musikverein oder im Wiener Konzerthaus – dort hat kürzlich ein Konzert der Symphoniker mit K-Pop stattgefunden. So etwas wäre vor zehn Jahren kaum denkbar gewesen. Die Verantwortlichen denken also durchaus in diese Richtung: Man muss sich neu aufstellen und Formate entwickeln, um ein jüngeres Publikum zu erreichen.

Das ist allerdings ein Prozess. Es ist nicht vergleichbar mit der Situation vor 20 Jahren, als Igudesman & Joo wichtige Vorarbeit geleistet haben, um Entwicklungen anzustoßen, die uns dorthin gebracht haben, wo wir heute stehen. Sie haben sich dank YouTube eine große Social-Media-Reichweite aufgebaut und dort als erste klassischen Musiker überhaupt mehr als eine Million Views vor knapp 20 Jahren. Das hat natürlich geholfen. Und Social Media kann auch heute für junge Musiker:innen ein wichtiger Hebel sein, um Aufmerksamkeit zu generieren. Es geht dabei nicht nur um Reichweite, sondern auch darum, Vertrauen beim Publikum aufzubauen – eine Basis, die es erleichtert, später auch im Konzerthaus aufzutreten und von Programmdirektor:innen wahrgenommen zu werden.

Auf der anderen Seite bedeutet das, dass man als Musiker:in viel Eigeninitiative entwickeln muss: eigene Konzepte entwerfen, Projekte vorantreiben, aktiv werden. Auch ich als Musikmanager, der selbst Veranstaltungen organisiert, sehe das so. Man kann nicht darauf warten, dass sich in drei oder vier Jahren Gelegenheiten ergeben – man muss sie selbst schaffen.

Du hast vorhin gesagt, Musiker:innen müssten heute mehr bieten als nur das rein Klassische. Inwiefern führt das nicht auch dazu, dass sich manche gewissermaßen verbiegen müssen – etwa, wenn sie plötzlich Pop-Elemente einbauen, obwohl ihre Ausbildung ganz woanders liegt? Es scheint so, als müsse das, wofür man eigentlich brennt, in eine andere Richtung verschieben.

Dominik Joelsohn: Ich glaube nicht, dass man das tun sollte. Es ist wichtig, sich selbst treu zu bleiben und authentisch zu sein. Wenn ein echtes Interesse an Crossover besteht, kann das sehr spannend sein. Aber auch das rein Klassische hat seine eigene Qualität und Schönheit. Man muss sich nicht verbiegen – ein Pianist muss nicht zwangsläufig mit Electronics arbeiten. Entscheidend ist letztlich, glaubwürdig zu bleiben.

Meine Künstlerin Gile Bae hatte zum Beispiel Ende Oktober letzten Jahres ein Konzert im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses. Wir haben im Vorfeld überlegt, ob wir das Programm in Richtung Crossover öffnen sollen, uns dann aber bewusst dagegen entschieden. Stattdessen wollten wir die klassische Musik in ihrer reinen Form präsentieren. Das Konzert war ausverkauft, und das Publikum war auffallend jung und sehr begeistert. Teilweise waren Jugendliche da, die zum ersten Mal ein klassisches Konzert besucht haben. Entscheidend war auch, dass sich die Künstlerin geöffnet hat: Sie hat vor dem Konzert mit dem Publikum gesprochen, sich auf Augenhöhe bewegt und ihre persönliche, emotionale Beziehung zu den Stücken vermittelt.

Ich glaube, darum geht es: Klassische Musik muss nicht auf dem Podest stehen, um dann von allen gefeiert zu werden. Wichtig ist vielmehr, den Menschen auf Augenhöhe zu begegnen – auch einem neuen und jungen Publikum, das nicht mit dieser Musik aufgewachsen ist.

Dann muss man sich auch nicht verbiegen. Ich glaube, heutzutage wollen die Leute Musiker:innen, die echt sind, die Werte haben, für etwas stehen und sich nicht verbiegen. Und ich denke, dass sich jede:r wohlfühlen und seine eigene Nische finden muss, in der man letztendlich auf die Bühne geht.

Flyer Symphonie of Senses
Flyer “Symphony of Senses”

Du hast das Konzertformat Symphony of Senses erdacht und bist gerade dabei, dieses im Reaktor umzusetzen. Es liest sich insofern sehr interessant, weil der Event in seiner Form komplett konträr zu einem Konzert im Konzerthaus oder im Musikverein steht. Musikalisch wird die Klassik in Richtung elektronischer Musik geführt. Das Publikum bewegt sich mit, sitzt nicht starr in der Beobachterposition, sondern erlebt alles aktiv mit. Wie kann man sich das konkret vorstellen?

Dominik Joelsohn: Die Idee ist letztendlich daraus entstanden, dass wir bereits im vergangenen Oktober im Zuge eines Konzerts mit Gile Bae ein klassisches Konzert im Konzerthaus veranstaltet haben. Im Anschluss daran gab es eine Party im Volksgarten Pavillon mit rund 300 Gästen. Dort lief elektronische Musik, und auch die Künstler standen gemeinsam mit dem Publikum auf der Bühne und haben getanzt.

Bild des Musikers Yury Revich
Yury Revich ©Mattia Baldi

Es entstand ein intensiver Austausch, aus dem die Idee hervorging, all das in einem Event zusammenzuführen – also klassische Elemente mit anderen Formaten zu verbinden. So wird es auch am Ende ein DJ-Set geben. Jury Revich entwickelt zudem eigens für dieses Event eine Installation, die Bewegung einbezieht.

Der Ansatz ist, klassische Musik in andere Räumlichkeiten zu bringen – an Orte also, die vielleicht nicht primär dafür gedacht sind oder bei denen man sich zunächst fragt, ob das überhaupt zusammenpasst. Es geht darum, die klassische Musik dorthin zu tragen, wo sich die Menschen aufhalten: zu einem jüngeren Publikum, das vielleicht nicht ins Konzerthaus geht, aber auch zu einem traditionellen Konzertpublikum, das eingeladen ist, klassische Musik in einem neuen Rahmen zu erleben.

Es wird mehrere Räume geben. In zwei davon finden Performances statt, wobei das Publikum durch verschiedene Elemente – etwa Licht oder akustische Signale – von einem Raum in den anderen geleitet wird. Die einzelnen Musik-Sets sind so angelegt, dass die Besucherinnen und Besucher auch durch Zwischenräume geführt werden. In der Bücherei wird es beispielsweise eine Weinverkostung sowie Essensproben geben, sodass unterschiedliche Sinne angesprochen werden.

Es geht also nicht um ein klassisches Frontalkonzert, sondern um ein offenes Setting, in dem man sich frei bewegen kann – auch rund um die Instrumente. Gleichzeitig lässt sich ein architektonisch außergewöhnlicher Raum auf neue Weise erleben. Insgesamt werden alle Sinne aktiviert. Gerade heute scheint es wichtig, einem neuen Publikum nicht nur akustische oder audiovisuelle Eindrücke zu bieten, sondern verschiedene Ebenen miteinander zu verknüpfen und eine Experience zu schaffen, in der auch Unerwartetes passiert – etwa durch Lichtinszenierungen oder andere stimulierende Elemente.

An dem Abend wird es verschiedene Musik-Acts geben. Es beginnt um 18 Uhr und dauert bis Mitternacht. Die Atmosphäre ist sehr ungezwungen: Es gibt Sitzmöglichkeiten, man kann sich frei bewegen, und das Format soll das klassische Konzert nicht ersetzen, sondern vielmehr ergänzen. Ziel ist es, den Menschen zu zeigen, wie man klassische Musik auch außerhalb des Konzerthauses erleben kann.

Und es wird ausschließlich Live-Musik geben.

Bild der Opernsängerin Ekaterina Shelehova
Ekaterina Shelehova © Dominika Mishka Klimczak

Dominik Joelsohn: Genau. Es ist alles Live-Musik von Künstler:innen, die zum Teil auch aus meiner Agentur stammen und die ich natürlich auch auf die Bühne bringen möchte. Einige von ihnen haben auch große Followerzahlen in den sozialen Medien, weil sie international sehr erfolgreich sind.

Wie etwa die Opernsängerin Ekaterina Shelehova, die sich in ihrem neuen Programm in Richtung Pop bewegt und am 2. April mit der Band Worakls im Wiener Gasometer spielt. Auch Jury Revich wird dabei sein. Er realisiert viele Kunstinstallationen und spielte gerade erst im Künstlerhaus. Zudem arbeitet er mit Tanz und wird mit einem kleinen Ensemble zu sehen sein. Darüber hinaus wird auch Bamlak Werner zusammen mit Valentin Lindner und auch weitere Solist:innen auftreten. Zudem auch ein Trio ein Set mit Klavier, Synthesizern und elektronischer Musik präsentieren. Es gibt also eine Mischung aus verschiedenen Ansätzen – nicht nur klassische Musik, nicht nur elektronische, sondern auch einige Überraschungen.

Und wie glaubst du, wird es dir gelingen, das Event auch klassikfernen Menschen schmackhaft zu machen?

Dominik Joelsohn: Vor allem natürlich über Social Media – durch die Künstler:innen, die dabei sind und dort eine sehr große Reichweite haben. Außerdem habe ich in Wien selbst ein sehr gutes Netzwerk, das ich nutzen kann. Ich arbeite unter anderem mit Steinway & Sons zusammen, auch Ossi Schellmann von Klassik2Go und Operabase sind Partner von mir. Es gibt verschiedene Partner, mit denen ich im Austausch bin und die das Event ebenfalls bewerben werden. Auf Radio Klassik wird es auch ein Interview geben, und einer meiner Künstler wird bei Ö1 zu Gast sein. Wir haben also verschiedene Kanäle zur Verfügung. Grundsätzlich ist das Event auf 400 Tickets limitiert. Wir müssen also kein Konzerthaus mit 2000 Plätzen füllen, sondern vergeben 400 exklusive Plätze. Zudem versuchen wir, unsere Zielgruppe gezielt direkt anzusprechen – auch über Influencer, mit denen wir zusammenarbeiten.

Ich nehme an, dass das Event nicht als einmalige Veranstaltung gedacht ist, sondern eine Fortsetzung bereits geplant ist?

Dominik Joelsohn: Genau, die Idee ist natürlich, dass diese Veranstaltung als Kick-off dient und sich „Symphony of Senses“ in den nächsten Jahren fest etablieren kann. Es geht auch darum, diesen großartigen Künstler:innen, die da draußen oft noch unter dem Radar schwimmen und für ein konservatives Konzerthaus vielleicht zu speziell sind, eine Plattform zu bieten. Gerade in dieser Nische gibt es in Wien, glaube ich, viele Möglichkeiten, etwas Nachhaltiges zu etablieren. Außerdem denke ich, dass das Publikum Lust auf neue, andere Formate hat.

Das Event ist nicht einfach nur: Man geht hin, zahlt vielleicht 50, 60 oder 70 Euro für ein Konzert, geht nach zwei Stunden wieder nach Hause und denkt sich: „Okay, war nett.“ Ich glaube, es muss schon ein bisschen mehr geboten werden, damit man mit einem Grinsen aus dem Konzert hinausgeht und sagt: „Wow, ich weiß gar nicht, was eigentlich das Schönste oder Coolste war.“ Das zu erreichen ist unser Anspruch.

Vielleicht zum Abschluss: Wie müsste es ablaufen, damit du nach dem von dir veranstalteten Konzertabend mit diesem Lächeln hinausgehst und dir sagst: Diese ganzen Mühen, dieser ganze Stress haben sich ausgezahlt – und ich möchte das unbedingt ein zweites und drittes Mal machen?

Dominik Joelsohn: Für mich persönlich ist der größte Lohn, wenn ich sehe, dass die Leute eine gute Zeit haben, sich unterhalten, im Dialog sind, sich austauschen – und das alles mit einem grinsenden Gesicht. Das wäre eine sehr schöne Sache. Ich bringe gerne Menschen zusammen. Gerade in der heutigen Zeit, in der die Welt mehr oder weniger auseinanderdriftet, wird Dialog immer wichtiger. Es ist wichtig, Menschen aus verschiedenen Bereichen zu vernetzen – wenn Leute aus der Wirtschaft mit Künstler:innen ins Gespräch kommen, wenn auch Menschen aus der Politik dabei sind und sich etwa mit Festivaldirektor:innen austauschen. Ich glaube, das ist einfach wichtig, und das ist auch etwas, das ich mit diesen Events fördern möchte.

Und wenn ich sehe, dass daraus gute Projekte entstehen, die diese Philosophie weitertragen, dann habe ich mein Ziel erreicht. Langfristig möchte ich solche Momente schaffen, in denen die Leute nicht anonym in ein Konzert gehen, auf Sitzplatz Reihe 22C sitzen, danach ihre Jacke holen und wieder nach Hause gehen. Stattdessen sollen sie hingehen, Begegnungen mit neuen Menschen haben, neue Bekanntschaften schließen, in Austausch kommen, gemeinsam etwas erleben und sich unterhalten. Ich denke, das kommt heutzutage viel zu kurz, und ich glaube, dass hier die Möglichkeit besteht, neue Wege zu gehen.

Die größte Erfüllung wäre natürlich, wenn viele junge Leute dabei sind, begeistert nach Hause gehen und vielleicht kurze Zeit später auch einmal ins Konzerthaus gehen, weil sie sich denken: „Hey, das war jetzt cool.“

Vielleicht noch eine kleine Geschichte: Ende Oktober waren Lehrlinge eines großen Unternehmens aus Wien zu einem Konzert eingeladen. Nach dem Konzert standen sie draußen und wollten gar nicht mehr nach Hause gehen. Es war für alle das erste Mal – zehn Lehrlinge insgesamt. Am nächsten Tag rief mich die Lehrlingsbeauftragte an und erzählte, dass sie auf der Heimfahrt die Videos angeschaut haben, die sie aufgenommen hatten, und einer von ihnen sogar Bach auf Spotify gehört hat – gespielt von einer meiner Künstlerinnen – weil sie so inspiriert waren. Wenn ich solche Geschichten höre, denke ich mir: Sehr schön, da sind ein paar Samen gesät worden – und vielleicht gehen sie ja auch auf.

Vielen Dank für das Interview.

Michael Ternai

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Symphony of Senses – Hard Facts
Datum: Samstag, 25. April 2026
Einlass: 18 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr
Ort: Reaktor Wien, Geblergasse 40, 1170 Wien
Tickets: https://tinyurl.com/symphonyofsenses2026

Line-up

  • Ekaterina Shelehova & Alexios Anest | Gesang und Gitarre
  • Yury Revich & Friends | Geige mit interdisziplinärer Performance
  • Lucy Landymore | Perkussion
  • SOWAS mit Bamlak Werner & Valentin Lindner | Piano + Elektronik + Pop
  • Karinsmatic | DJ
  • Dandario | Klassik und Elektronik
  • Bison Rouge | Cello und Elektronik
  • Piano & Sand | Klavier und Live Sandmalerei

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Links:
Dominik Joelsohn
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