Der Salzburger Pianist GEORG VOGEL zeigt mit seinem aktuellen Soloalbum „Piano Solo – Live in Hellbrunn“ (Schattellit), dass er sich in wirklich jeder musikalischen Konstellation bestens zurechtfindet.
Wirft man einen Blick auf das bisherige Schaffen von Georg Vogel, wird eines sofort klar: von den traditionellen musikalischen Pfaden ist er schon vor langer Zeit abgegangen. Der Salzburger Pianist bewegt sich mit seiner Musik außerhalb des Konventionellen, seine musikalische Sprache ist eine, die sich ihren ganz eigenen Akzent entwickelt hat. Sein Wille, wirklich etwas anders Klingendes zu erschaffen, hat ihn dazu bewogen, sich ein eigenes Instrument zu bauen, und zwar ein 31-Ton-Klavinett, welches ihm ermöglicht, in ganz neue musikalische Sphären einzudringen, und zwar in solche, die vom Eindruck her tonal im irgendwo Dazwischen schwingen. Gut zu hören ist das unter anderem bei seinem Bandprojekt Dsilton.
Auf seinem aktuellen Soloalbum – einer Liveaufnahme eines Konzerts in Hellbrunn – jedoch lässt sich Georg Vogel wieder das Klavier für ihn sprechen. Und das, wie man es von ihm kennt, in einer sehr stimmungsvollen und Art und Weise. Der Klang, den er zu Gehör bringt, pendelt zwischen spannungsgeladener Ruhe und einer ganz eigenen Form von Verspieltheit, die vor allem durch die vielen Zwischentöne ihre ganz eigene undefinierbare Schwingung entwickelt. Das Schöne an den Solostücken des Pianisten, Komponisten und Instrumentenbauers ist, dass sie trotz all ihrer Komplexität in Aufbau, Rhythmik und Melodieführung dennoch eine Art Fluss entwickeln und jede Sperrigkeit umgehen, man findet schnell Zugang zu ihnen.
Georg Vogel zeigt mit diesem Soloalbum, dass er sich wirklich in allen musikalischen Konstellationen hervorragend zu bewegen weiß. Seine Musik ist anspruchsvoll, immer unterschiedlich und auch wirklich anders. Und genau das macht ihn zu so einem interessanten Künstler.
Michael Ternai
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