Bass Instinct zu Gast im Porgy & Bess

Ein Konzertabend der tiefen „Klänge“ erwartet die BesucherInnen am 4. Juni in Wiener Porgy & Bess. Zu Gast ist das ausschließlich aus Bassisten bestehende Ensemble Bass Instinct, das mit seiner Musik das Publikum auf seine eine sehr spannende Reise durch die verschiedensten Klangspektren des Kontrabasses mitnimmt.

Hinter dem Namen Bass Instinct verbergen sich die sechs MusikerInnen Gina Schwarz, Peter Herbert, Tim Dunin, Herbert Mayr, Gerhard Muthspiel und Ernst Weissensteiner. Allesamt sind sie in namhaften Orchestern und Formationen tätig und haben bereits zu verschiedenen Anlässen ihre unglaubliche musikalische Wandlungsfähigkeit unter Beweis gestellt. Bass Instinct ist der Versuch, das klangliche Spektrum des Basses zu erweitern, dem Instrument neue musikalische Spielräume zu eröffnen. Schon das Gefüge der Formation ist ein nicht alltägliches. Man kennt Bläser- und Streicherensemble, Gitarrenquartette und anderes mehr, eine rein aus Bassisten bestehende Truppe kommt dagegen nicht allzu oft vor, wobei der Bass heutzutage in nahezu jedem Genre eine über die rein rhythmusgebende hinausgehende Funktion einnimmt.

Und genau dieser vielfältigen Anwendbarkeit versuchen Bass Instinct mit ihrer Musik Ausdruck zu verleihen. Der stilistische Bogen der Truppe spannt sich von Jazz und Improvisierter Musik über Elemente der Klassik und zeitgenössischen Musik bis hin zu folkloristischen Ansätzen. Zusammengeführt durch das virtuose und facettenreiche Spiel der sechs InstrumentalistInnen, ergeben die verschiedenen Einzelteile ein aus musikalischer Sicht faszinierendes Ganzes. Will man die Musik der sechsköpfigen Truppe in Worten beschreiben, kommt man mit herkömmlichen traditionellen Genreeinteilungen nicht weit.

Gina Schwarz und ihren Kollegen Peter Herbert, Tim Dunin, Herbert Mayr, Gerhard Muthspiel und Ernst Weissensteiner gelingt auf eindrucksvolle Art und Weise, ihre individuellen Stärken auf einen gemeinsamen Nenner zu reduzieren, ohne sich dabei aber in ihrer spielerischen Freiheit einzuschränken. Allesamt erhalten gleichermaßen die Möglichkeit, ihre in ihrer Art sehr unterschiedlichen Spieltechniken in die Kompositionen mit einzubringen. Auf diese Weise entsteht zwischen stillen, sich aufbauenden Momenten und heftigen eruptiven Ausbrüchen ein an Stilen ungemein reicher Klangkosmos, welcher das Publikum von der ersten Minute zu begeistern weiß. (mt)

Foto Bass Instinct: Michael Williams