
An ein Album wie es außergewöhnlicher nicht sein kann, hat sich Trouble Over Tokio da herangewagt. In Form eines Hardcover-Buches, verstecken sich im Inneren 52 Seiten Geschriebenes, sowie 12 musikalische Kapitel, die in Kleinstarbeit zu einem Gesamtkunstwerk zusammengefügt wurden. Dass der Mann mit der androgynen Stimme weit mehr als nur gefühlvolle Indieballaden produzieren kann, weiß man schon lange. Der Soundtrack seines Lebens (oder zumindest seiner letzten Jahre) ist trotz allem dominiert von melancholischer Emotion.
Ob der Mann in letzter Zeit viel Schmerz erlitten hat? Diese Frage stellt sich ebenso wie jene, woher der Typ bloß seinen gewaltigen Tonumfang her hat. Sein Gesang hat auf jeden Fall großen Wiedererkennungswert. Da hilft es auch nicht, dass er diesen unter vielen Keyboardsounds und diversen elektronischen Schischi zu verstecken versucht. Mr. Taylor,wir hören dich trotzdem – und noch dazu gerne! Das nächste mal im Wiener Flex und ab Dezember auch im Rest von Österreich.(bw)