Zu einem musikalisch höchst interessanten Aufeinandertreffen kommt es am 28. November im Linzer Count Davis Jazzclub. Lorenz Raab, ohne Zweifel einer der prägendsten heimischen Trompeter, trifft auf den ebenso innovativen Dreier triotonic. Das Publikum erwartet ein überaus spannender Dialog zwischen festgesetzten Jazz Standards und reiner Improvisation.
Der 1975 in Linz geborene Trompeter und Flügelhornvirtuose tanzte schon immer verschiedenen Hochzeiten. So ist der Hans-Koller-Preisträger aus dem Jahre 2004 sowohl als Solotrompeter in der Wiener Volksoper, wie auch mit kleinen Jazzbands unterwegs. Nicht zu vergessen seine wunderbaren Konzerte mit dem Vienna Art Orchester. Der weit über die heimischen Grenzen bekannte Musiker zählt somit zu den wichtigsten Vertretern österreichischer Jazzmusik in der internationalen Szene. Er stellt immer wieder eindrucksvoll unter Beweis, dass Groove und Jazz keinesfalls nur Gegenpole darstellen müssen. Die Inspiration aus elektronischen Sounds ziehend, versucht die Raab immer neue Klänge aus seinem Instrument heraus zu locken. Dabei bewegt sich der Linzer mit einer solchen Leichtigkeit zwischen Genres Klassik, Jazz, Neue Musik, Tanz, afroamerikanische Rootsmusik und HipHop, dass dem Publikum nichts anderes übrig bleibt, das Gehörte staunend zur Kenntnis zu nehmen.
triotonic sind die drei ebenfalls nicht mehr wirklich unbekannten Jazzer Volkhard Iglseder, Oliver Steger und Bernhard Wittgruber. Die überaus emotionsgeladenen Kompositionen des Trios überzeugen mit ihrer faszinierenden Mischung aus europäischem Jazz und klassisch- romantischer Musik.
Mit Lorenz Raab und triotonic treffen in der Tat zwei der innovativsten Stimmen des Neuen Österreichischen Jazz aufeinander. Musikalisch bedienen sich die vier Musiker der gesamten Bandbreite des Jazz und der Improvisierten Musik. In fast unnachahmlicher Weise verschmelzen Raabs teils hochenergetische Melodiebögen mit den facettenreichen Rhythmuskonstruktionen des Dreiers zu einem abwechslungsreichen Ganzen. Zudem machen sich die Einflüsse aus der Klassik und dem weiten Feld der Worldmusic äußerst positiv bemerkbar und geben dem Gesamtsound einen unverwechselbaren Touch.(mt)
