The Wire Jahres-Charts mit heimischer Beteiligung

Mit Jahres-Charts oder ist das immer so eine Sache. Inwieweit sie in manchen Fällen wirklich ernst zu nehmen sind, lässt sich schon oftmals hinterfragen. Dennoch gibt natürlich auch solche Bestenlisten, in denen das Aufscheinen der eigenen Veröffentlichung einer großen Ehre gleichkommt. Das englische Avantgarde-Musikmagazin The Wire ist in diesem Punkt über jeden Zweifel erhaben, werden die Listen der einzelnen Kategorien, doch wirklich von internationalen  ExpertInnen und Kennern der Materie zusammengestellt.  Höchst erfreulich ist, dass es 2011 einige Veröffentlichungen mit heimscher Beteiligung geschafft haben, in die Jahres-Charts aufgenommen zu werden. Unter anderem wurde die bei Kairos erschienene CD „Bruchstück, Geträumt/Neun Bagatellen/Instants“ von Friedrich Cerha (gespielt vom Klangforum Wien unter der Leitung von Sylvain Cambreling, dem  WDR Sinfonieorchester Köln unter der Leitung von Peter Rundel und dem Zebra Trio) unter die herausragenden Veröffentlichungen in der Kategorie MODERN COMPOSITIONS gewählt.

In der Kategorie OUTER LIMITS schafften es sogar drei Acts des österreichischer Labels Editions Mego, sich mit ihren Veröffentlichungen im vorderen Feld zu platzieren. Und zwar Hecker mit „Speculative Solution, Thomas Lehn & Marcus Schmickler mit „Live Double Séance [Antaa Kalojen Uida] und Peterlicker mit „Nicht“. In der Kategorie JAZZ & IMPRO finden sich mit Dörner/Dafeldecker/Johannsson („Der Kreis Des Gegenstandes“ – Monotype) und Klaus Filip & Nikos Veliotis („Slugabed“ – Hibari) ebenfalls zwei Projekte mit heimischer Beteiligung.

 

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