
Vermeintliche Grenzen zwischen den einzelnen Spielarten kennen Ayac Iuan Jimenez Salvador (Trompete), Robert Puhr (Tuba), Frédéric Alvarado-Dupuy (Klarinette), Philip Haas (Trompete), Matthias Werner (Posaune), Thomas Winalek (Posaune) und Simon Zöchbauer (Trompete, Zither, Gesang), die sieben Musiker des Ensembles, keine. Was die 2004 in Krems gegründete Truppe nahezu in Perfektion und höchst eindrucksvoll zelebriert, ist schlicht die hohe Kunst des Crossovers. Und das tut sie auf eine solch erfrischende und mitreißende Art, wie man es nur selten zu Gehör bekommt.
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Federspiel haben eine ganz bestimmte Vorstellung davon, wie ihre Musik zu klingen hat. Zeitgemäß, abwechslungsreich und anspruchsvoll. Wiewohl auch der Spaß an der Sache nicht verloren gehen darf. Die zu allen Seiten hin offene Band beschränkt sich nicht alleine auf Traditionen, wissen sie doch um die unendliche stilistische Vielfalt, welche rund um den Globus zu finden ist. Es geht ihnen alleine darum, auf ihrer Reise durch die verschiedenen musikalischen Welten für sich das Beste mitzunehmen.
Geprägt ist die musikalische Signatur von der Band vor allem auch durch die Herkunft und den Hintergrund der einzelnen Bandmitglieder, ein Umstand, der auf ganz wunderbare Weise in der Musik ihren Ausdruck findet. So finden sich in den vielschichtigen und ungemein abwechslungsreichen Stücken unterschiedlichste Elemente mitteleuropäischer Volkmusikklänge – von der Polka über den Walzer bis hin zum ungarischen Csárdás -, genauso wie Einflüsse traditioneller mexikanischer Musik. Dem nicht genug, erweitert die Band diese ohnehin schon sehr facettenreiche Mischung um Einflüsse aus der Popmusik.
Die Musik von Federspiel ist schlicht ein ungemein mitreißendes, spannendes und vielschichtiges Hörerlebnis, welchem man als aufgeschlossener und interessierter Musikliebhaber auf jeden Fall Gehör schenken sollte. (mt)
Federspiel