
Spricht man von der Popularmusik der Gegenwart, so spricht man von einem an Stilen, Spielarten und –formen ungemein weiten Feld. Es gibt nicht DIE eine Popmusik. Inzwischen unzählige Ausrichtungen machen es selbst für Musikschaffende schwer, sich in einem bestimmten Genre zu verorten. „Crossover“ heißt oftmals das Zauberwort. Ein Begriff, der als alleine beschreibt, das etwas zusammengeführt wird. Was aber genau, bleibt in den meisten Fällen unklar. Das Stop.Spot! will an diesem Punkt ansetzen und, wenn auch nicht die Antworten geben, dann doch durch die Darstellung aktueller Musikkulturen etwas Licht ins Dunkel bringen.
Ganz der Fragestellung des Festivals nach, präsentiert sich das an Höhepunkten reiche Programm der Jubiläumsausgabe, als eines von jeglichen Kategorisierungen enthobenes. Der stilistische Bogen der Darbietungen spannt sich von alle Arten der Popmusik, über (Post-)Rock und Hip Hop bis hin zur avantgardistischen Elektronik. Unter anderem in Linz zu Gast sein werden Spoek Mathambo, der “Post-Apartheid Post-HipHop-Posterboy” Südafrikas, Ghostpoet, Englands gefeiertes, großes HipHop Juwel, Buke and Gass aus den USA mit ihrem Österreich Debüt sowie Colin Stetson, das amerikanische Ausnahmetalent auf dem Saxofon, der bereits mit Größen wie Tom Waits, Arcade Fire, TV on the Radio, Laurie Anderson, Sinéad O’Connor und LCD Soundsystem zusammengearbeitet hat. Mit Crazy Bitch In A Cave, einer der großen Überraschungen am heimischen Musikmarkt, den Postrockern Sex On The Beach, dem Elektroniker Christof Kurzmann und der Grazer Indieband Hella Comet ist auch die heimische Szene überaus prominent vertreten. (mt)