OPEN MIND FESTIVAL 2014 – "erfolgreich erfolglos"

Das vom 13. bis zum 23. November in der der Salzburger ARGE stattfindende OPEN MIND FESTIVAL  geht in diesem Jahr gewohnt kritisch der Frage nach, inwieweit man Erfolg in der heutigen Zeit tatsächlich messen kann.

Die Leistungsgesellschaft, in der wir leben, definiert sich oftmals über einen einzigen Parameter: den schnelle Erfolg. Nahezu kein Lebensbereich ist davon ausgenommen, egal ob im Beruf, zu Hause, im sozialen Umfeld oder sonstwo, man steht immer im Wettbewerb und wird letztlich immer wieder mit derselben Frage konfrontiert: “Was hast du erreicht?”. Klarerweise unterliegt man auch in der Kunst dem Faktor Erfolg. Vielleicht sogar am anschaulichsten. Hat ein Künstler ihn, kennt man ihn, hat er ihn nicht, naja dann…

Kann man nicht auch erfolglos erfolgreich sein?

Wir wissen aber auch, dass heutzutage alleine ein bekannter Name noch lange nicht ausreicht, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Es ist ein schmaler Grat, auf dem sich ein Künstler bewegt, einer, der binnen kürzester Zeit in alle Richtungen verlaufen kann. In einem Moment in den Höhen die Früchte des Erfolgs in vollen Zügen auskostend, kommt mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann der Abstieg mit all seinen bitteren Konsequenzen. Vor allem passiert dies schnell, die Kurzlebigkeit hat die Nachhaltigkeit längst abgelöst, die Oberflächlichkeit die tiefere Bedeutung. Doch lässt sich der Erfolg wirklich nur alleine am Geld und an der medialen Sichtbarkeit messen.  Kann man nicht auch erfolglos erfolgreich sein? Muss das Scheitern negative Konsequenzen mit sich bringen?

Genau diese Fragen stellt sich Open Mind Festival.  Auf dem Programm stehen Konzerte, Theateraufführungen, Performances, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen sowie diverse  Workshops zum Thema. Begleitet wird das Festival von der mehrtägigen Ausstellung „Museum des Scheiterns“ von Arne und Nico Semsrott und Jan Ludwig.

Das gesamte Programm unter

Das Open Mind Festival
„Kultur macht Thema“ ist seit 2009 Leitfaden des Open Mind Festivals, mit dem die ARGEkultur das Selbstverständnis von Kunst und Kultur als Kristallisationspunkt einer kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftspolitischen Fragen sichtbar machen will. Es ist die Quintessenz der drei programmatischen Grundprinzipien des Mehrsparten-Kulturzentrums – Produktionshaus, Veranstalterin und Netzwerktätigkeit – ein Konzentrat der künstlerischen Idee des Jahresprogramms der ARGEkultur, das unterschiedliche künstlerische und diskursive Zugänge unter einem jährlich wechselnden Motto präsentiert. Zentral sind die jeweiligen Koproduktionen, die originär für das Festival erarbeitet werden.

http://www.argekultur.at