Nordpark Wetterleuchten Festival

Auch in diesem Jahr findet sich das zweitägige Nordpark Wetterleuchten Festival, seines Zeichens höchstgelegenes Festival Europas, im Veranstaltungskalender. Vom 18. bis zum 19. Juni wird auf 2000 Metern Höhe eine gelungene Mischung aus elektronischer Musik, Natur und Lagerfeuerromantik geboten.

Gleich am ersten Tag steht jede Menge Prominenz auf dem Spielplan. Darunter auch Didi Bruckmayr und Alex Jöchtl, die mit einem neuen Programm nun auch auf der Seegrube glänzen werden. Zu hören wird es adrette Songs für zeitgeistige Hochstapler geben, mit Textfragmenten aus Programmzeitschriften, Börsenprospekten und ähnlichem Firlefanz, angereichert mit SMS aus Großraumdiskotheken und abgebrochenen Telefonaten in Zug-Abteilen.

 

“DJ trifft auf Live-Improvisation” ist dann am selben Tag noch das Motto beim Auftritt von The BPM Experience, einem Projekt der beiden Musiker Klaus Hemetsberger und Harry Triendl, die erstmals gemeinsam auf der Seegrube zu erleben sein werden. Es erwarten die Zuhörer treibende Beats, gestützt von Effekten und Live-Drums, sowie realtime Bass und Synth lines.

 

Den Abschluss des ersten Tages bildet gegen fünf Uhr Früh Martinek, hierzulande bekannt als DJ, Musiker und Produzent. Allein aus dem Grund, dass er in seinem Plattenkoffer, den er bereits durch halb Europa geschleppt hat, unzählige Eigenproduktionen versteckt hat, kann man wohl für ein abwechslungsreiches Set garantieren. Es kann dabei durchaus schon einmal sein, dass man unerwartet zu einem Modern Talking-Remix tanzt, ohne dies zu bemerken. Für all diejenigen, die auf der Suche nach dem Unerwarteten sind, stellt eine Auflegerei mit Martinek sicherlich ein mehr als bloß zufriedenstellendes Erlebnis dar.

 

Tags darauf gibt sich Philipp Quehenberger die Ehre, der wohl zu den innovativsten und vielschichtigsten elektronischen Musikern des Landes gezählt werden kann. Schräge Harmonien, treibende Betas und verquerer Industrial Noise, bei denen sich Tanzbarkeit und Pop-Appeal meist die Waage halten, gelten als sein Markenzeichen.

 

Anschließend lassen Alm feat. Andi Fetz Jodel Madness auf krachige Noise-Karambolagen treffen und den Zuhörer stets im Ungewissen, ob er sich gerade mit kreischenden Effekten oder doch eher mit kreischenden Stimmen konfrontiert sieht. Gemeinsam werden Klischees aufgebaut und ausgenutzt, nur um in Folge höchst liebevoll zerstört zu werden.

 

Was das Nordpark Wetterleuchten sonst noch für Bands und Attraktionen zu bieten hat, erfährt man am besten gleich über die festivaleigene Homepage. Elektronik-Fans und Bergsteiger sollten jedenfalls gleichermaßen voll auf ihre Kosten kommen.(mm)

 

 

Nordpark Wetterleuchten Festival

http://www.wetterleuchten.at/